Test Die Sims - Mittelalter: Ein Kassenschlager auf Abwegen

von Sandra Friedrichs (24. März 2011)

Die Sims sind schon ein komisches Volk. Erst reisen sie durch die ganze Welt, dann üben sie Traumberufe aus und werden anschließend in der Metropole zum Star. Und das reicht diesen egoistischen virtuellen Menschlein immer noch nicht! Sie wollen die Geschichte erobern und wagen deshalb einen Zeitsprung ins Mittelalter. Doch passt der radikale Luxusentzug zu den verwöhnten Bengeln?

Im Mittelalter liegen euch die Menschen zu Füßen.Im Mittelalter liegen euch die Menschen zu Füßen.

Seit elf Jahren ist diese Serie nicht mehr aus der Videospielwelt wegzudenken: Die Sims. Die Spielidee, Gott zu sein und virtuelle Avatare in ihrem Alltag zu kontrollieren, stieß im Jahr 2000 auf enorme Begeisterung. Bis dato hat es kein Computerspiel geschafft, Männer und besonders Frauen gleichermaßen monatelang derart an die Bildschirme zu fesseln, wo sie für ihre Schöpfungen sorgten. Allerdings sind seitdem eben schon elf Jahre vergangen. Nach dem dritten Streich der Sims und etlichen Erweiterungspaken wie Late Night, sehnen sich die "Götter", also die Spieler, nach etwas Neuem. Diese Abnutzungserscheinungen nahm wohl auch EA wahr und schickt die Pixelmännchen nun in ein originelles, von der Hauptserie unabhängiges Spiel.

In Die Sims - Mittelalter erwartet euch nicht nur bloßes Gottspielen in altertümlichen Verhältnissen, sondern auch ein Rollenspiel und eine Aufbausimulation. Schließlich bestreitet ihr mit Monarchen, Zauberern und Spionen den Alltag, entwickelt deren individuelle Fähigkeiten wie Schwertkämpfen oder Schmieden in Missionen weiter und erschafft indes ein kleines Königreich. Euer Organisationstalent ist also allemal gefragt.

Der Sims-Editor hat sich im Vergleich zu Die Sims 3 kaum verändert.Der Sims-Editor hat sich im Vergleich zu Die Sims 3 kaum verändert.

Individualismus auch im Mittelalter

Aber das Abenteuer kann nicht ohne Protagonisten vonstatten gehen. Im Spielverlauf kreiert ihr zehn Helden. Allerdings könnt ihr nur Einzelpersonen erschaffen, keine Familien. Für eine Sippe muss der Sim im Spielverlauf erst heiraten und selbst Kinder bekommen, die übrigens für immer Kinder bleiben. Eine Entwicklung oder Alterung gibt es bei diesem Serienableger nicht - der erste Sims-Teil lässt grüßen.

Wollt ihr einen Schützling kreieren, gelangt ihr zum typischen Sims-Editor. Hier hat sich im Vergleich zu Die Sims 3 wenig getan. Die Gesichtszüge lassen sich umfangreich festlegen, die rund 30 Frisuren pro Geschlecht mit Strähnchen aufpeppen und die jeweils acht Kleidungsstile mit neuen Farbnuancen individualisieren. Dagegen könnt ihr logischerweise keine Schminke im Gesicht auftragen oder Sims mit hübschen Tattoos foltern. Für die optische Instandhaltung sind dagegen zwei neue Regler hinzugekommen, die einerseits die Gesichtsdetails wie Sommersprossen oder dunkle Augenränder definieren und andererseits den Sim altern lassen und ihm tiefe Falten verpassen. Eine weitere Neuerung sind die drei Persönlichkeitsmerkmale, die zwei Stärken und eine Schwäche des Schützlings festlegen. Überlegt euch eure Wahl gut, denn der Sim richtet seinen Lebensstil stark nach diesen Merkmalen aus. Und wer möchte schon eine deprimierte Heulsuse an der Backe haben, die aus Wut gegen einen Wal, der ihre Eltern gefressen hat, stets das Meer anschreit?

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