The Devil Inside (PC)
Artikel veröffentlicht am 10.07.2000
Mit "The Devil Inside" flatterte mir ein Spiel auf den Tisch, das sehr an Schwarzeneggers "The Running Man" erinnert. Eine Gameshow, ein Held und viel Blut! Ob dieses Spiel ein billiges Remake ist, oder ob es doch eine eigene Story hat, lest ihr in unserem Review. Von Frank Hinken
Und tatsächlich. Auf den ersten Blick sieht alles aus wie "The Running Man". Du spielst Dave, einen unerschrockenen Ermittler, der früher beim L.A.P.D. gearbeitet hat. Er muss das Anwesen "Shadow Gate" von einer Horde wildgewordener, aus der Hölle geflohener Zombies befreien. Alles wird natürlich von einem Kameramann gefilmt, und einem entfesselten Publikum bei "WWWL@" als Supershow unterbreitet.
Auf der Verpackung dieses Spiels steht: Action-Adventure. Nur, wo sind die Rätsel? Während des gesamten Spiels muss man nur Schlüssel suchen, Schalter umlegen und Schränke nach Unterlagen durchsuchen, aus denen man Informationen für das laufende Spiel erhält. Aber Action ist genug vorhanden. Zombies am laufenden Band - und alle wollen ins Nirvana verfrachtet werden.
Die Grafik kann sich durchaus sehen lassen, ist aber bestimmt kein Wunderwerk der Programmierkunst. Die Hintergründe sehen gut aus, wirken im Nahen allerdings sehr pixelig und kantig. Die Figuren sind zwar gut animiert, wirken aber immer etwas eckig. In diesem Bereich hat man schon Besseres gesehen. Allerdings muss man der Grafik auch zu Gute halten, dass es fast keine Klippingfehler oder sonstige Grafikfehler gibt, und sich alles sehr flüssig bewegt.
Der Sound allerdings ist vom Feinsten. Eine dunkle, leise Hintergrundmusik, wie man sie aus einem guten Krimi kennt. Die Musik wird zudem lauter und aggressiver, wenn Gefahr im Verzug ist. Die Zombies hören sich wie richtige Zombies an, nur der Kameramann, dessen Schritte man auch hört, nervt etwas. Denn wenn der plötzlich die Position ändert, während man selbst in Lauerstellung liegt, erschreckt man dermaßen, dass man gewillt ist, auch diesen zu erschießen.
Fazit:Eine größtenteils abgekupferte Story und eine durchschnittliche Grafik lassen dieses Spiel im ersten Augenblick nicht besonders originell erscheinen. Aber der gute Sound und die viele Action machen "The Devil Inside" zu einem akzeptablen Spiel, in dem nicht auf Rätsel, sondern mehr auf Mord und Totschlag gesetzt wird. Einen riesengroßen Pluspunkt bekommt das Spiel durch seine "Elternkontrollfunktion". Hier kann man mit einem Passwort das Spiel jugendfrei machen, und somit unbedenklich für die Jüngeren unter uns.
Disclaimer: © 1998-2012 Spieletipps.de GmbH. Nutzung nur für den privaten Gebrauch! Vervielfältigung sowie Reproduktion ist nur nach schriftlicher Genehmigung gestattet.




