Test Knights Contract: Mord & Totschlag im virtuellen Deutschland

von Redaktioneller Mitarbeiter (10. März 2011)

Ein Spiel, das euch virtuell nach Deutschland verschlägt? Und nicht in das von Nazis besetze Berlin? Das ist selten. Doch selten muss nicht immer gut sein. Lest selbst, ob ein Henker und eine heiße Hexe Kratos aus God of War Konkurrenz machen können.

Die Gegner sind kreativ gestaltet.Die Gegner sind kreativ gestaltet.

Es ist schon merkwürdig, dass das Logo der Entwickler Game Republic nicht auf der Packung von Knights Contract zu finden ist. Schämen sich die Entwickler für ihr Spiel? Bei Majin and the Forsaken Kingdom hat Herausgeber Namco Bandai auf der Rückseite noch groß damit geworben, dass Yoshiki Okamoto (Street Fighter 2) von Game Republic daran mitgearbeitet hat. Ein Zeichen? Durchaus, denn das Spiel ist nicht annähernd so gut wie vorherigen Spiele des Studios.

Dabei hat die Geschichte durchaus Potenzial. Die Charaktere im Spiel heißen Heinrich, Gretchen und Faust. Kommt euch das bekannt vor? Klar, denn die Namen stammen aus Goethes Faust. Auch andere Personen im Spiel wie Rapunzel und Hulda sind bekannt aus den Märchen der Gebrüder Grimm. Inhaltlich aber bezieht sich Game Republic auf keines der Werke und geht stattdessen einen eigenen Weg. Henker Heinrich hat im 17. Jahrhundert des mittelalterlichen Deutschlands zahlreiche Hexen geköpft. Von der Menschenmenge beschuldigt. Von den Geretteten wie Schmutz behandelt. Denn eigentlich haben die sogenannten Hexen stets geholfen und geheilt. Und dennoch soll Heinrich sie im Auftrag von Doktor Faust hinrichten. Er zweifelt jedoch an der Schuld der Hexen.

Stupides Draufgekloppe ist angesagt.Stupides Draufgekloppe ist angesagt.

Kampfsystem offenbart Schwächen

Bei Hexe Gretchen nimmt es seinen schicksalhaften Höhepunkt. Heinrich möchte sie nicht töten. Sie ist offensichtlich unschuldig. Doch der Inquisitor und Faust sitzen ihm im Nacken und befehlen ihm, Gretchen zu töten. Zuvor belegt die Hexe den Henker mit einem Fluch. Fortan ist er unsterblich. Und streift als Monster-Töter durch Europa. Klingt verwirrend, ja. Aber im Laufe der rund zehnstündigen Kampagne hat die Handlung durchaus einige Höhepunkte und überzeugt mit überraschenden Wendungen. Erst recht, weil Heinrich 100 Jahre nach dem Fluch erneut auf Gretchen trifft. Mittlerweile hat sie sich einen neuen Körper geschnappt. Ganz so konsequent ausgearbeitet wie in Majin and the Forsaken Kindgom ist die Geschichte allerdings nicht. Zu oberflächlich beschäftigen sich die Entwickler mit der Beziehung zwischen beiden Charakteren.

Spielerisch geht dieses inkonsequente Vorgehen weiter. Und das ist blöd. Denn das Potenzial des Spiels ist stets spürbar. Gerade bei den Bosskämpfen zeigt sich das Unvermögen. Grob gesagt besteht ein Bosskampf zur Hälfte aus einer Zwischensequenz. Erst kloppt ihr im Stil von God of War und Dante's Inferno auf das Monster. Dann beginnt die Zwischensequenz, in der ihr Heinrich nicht mehr steuert. Jetzt kommen nur noch Köpfchendrück-Abschnitte: In der Zwischensequenz zeigt euch das Spiel an, dass ihr einen bestimmten Knopf drücken müsst.

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