Test Knights Contract - Seite 2

Die Bosskämpfe bestehen aus Knopf-Gedrücke. Langweilig und viel zu schwer.Die Bosskämpfe bestehen aus Knopf-Gedrücke. Langweilig und viel zu schwer.

Auswendiglernen beim Endboss

Drückt ihr den falschen Knopf, endet die Zwischensequenz. Und jetzt beginnt die Frechheit. Nun kämpft ihr erneut gegen den Boss, der ein Teil der Lebensenergie zurück bekommen hat. Ihr kloppt stupide drauf ein, bis das Viech erneut schwach genug ist. Dann kommt wieder die Zwischensequenz, die sich kein bisschen geändert hat. Und ihr schafft es vermutlich wieder nicht, rechtzeitig den Knopf zu drücken. Warum? Weil die Zeit, die das Spiel euch dafür lässt, viel zu kurz ist. So schnell reagiert kein Mensch. Einfach unfair! Dadurch wiederholen sich die Boss-Kämpfe ständig. Und ihr lernt stumpf auswendig, welchen Knopf ihr als nächstes in der Zwischensequenz drücken sollt.

Dabei sehen die Gegner super aus! Widerliche Hexen verwandeln sich in Kreaturen, die den Bildschirm ausfüllen. Lebende Tote wandeln mit entstellten Körpern auf euch zu. Oder schwarze Ritter mit Schwert und Schild gehen euch an den Kragen. Zwei Knöpfe drückt ihr. Mehr nicht. Ab und zu vielleicht noch einen dritten und vierten, doch mit denen befehligt ihr nur die Zauber von Gretchen. Ihr seid nämlich nicht allein unterwegs. Ihr steuert Heinrich, während Gretchen euch begleitet. Dabei wählt ihr vier Zauber aus, die die Hexe im Kampf einsetzt. In der Theorie klingt das nach einem ausgeklügelten Kampfsystem. In der Praxis sieht es aber ganz anders aus.

Nehmt ihr Gretchen auf den Arm, bekommt ihr Lebensenergie zurück.Nehmt ihr Gretchen auf den Arm, bekommt ihr Lebensenergie zurück.

Der Spielfluss versiegt

Das liegt an mehreren Faktoren. Zum einen daran, dass Heinrich nicht stirbt. Die Gegner reißen ihn lediglich in Stücke. Mit wiederholtem Drücken eines Knopfes setzt ihr den Körper wieder zusammen. David Copperfield hätte es nicht besser hinbekommen. Doch das Knopf-Gedrücke ist auf Dauer so nervig, dass ihr euch einfach einen klassischen "Spiel vorbei"-Bildschirm wünscht. Ebenso blöd ist Gretchen. Sie agiert im Kampf von allein, lediglich ihre Zaubersprüche löst ihr aus. Wenn sie Lust hat, rennt sie gerne mal in die Angriffe der Gegner. Oder steht einfach nur rum. Oder schaut euch beim Sterben zu. Das Image von Blondinen bessert das nicht auf.

Die Zauber von Gretchen gewinnen nach und nach spürbar an Kraft. Bringt jedoch nichts, wenn die Kämpfe eh nur aus stupidem Gekloppe bestehen. Hier hätten sich die Entwickler an Bayonetta orientieren sollen. Dort gibt es ein ausgeklügeltes Kampf-System mit Angriffen, die ihr geschickt kombiniert. Nicht nur das Kampfsystem ist im Mittelalter stecken geblieben. Auch die Grafik scheint aus dem letzten Jahrhundert. Die Texturen sind unscharf, die Effekte unspektakulär und die Gesichtsanimationen grauenvoll. Nervig sind auch die langen Ladezeiten. Ständig unterbrechen sie den Spielablauf. Das gilt im Übrigen auch für die Zwischensequenzen. Ständig und überall gibt es eine Zwischensequenz. Ihr findet nie wirklich ins Spiel.

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