Test Homefront - Seite 2

Der kleine Junge muss ansehen, wie Soldaten seine Eltern hinrichten.Der kleine Junge muss ansehen, wie Soldaten seine Eltern hinrichten.

Euer Einsatz im Land der Apokalypse

Homefront erzeugt eine glaubwürdige, oft sogar herzergreifende Atmosphäre. Das gelingt dem Spiel ausgesprochen gut. Als ihr zu Beginn in einem Bus sitzt, schaut ihr aus dem Fenster und seht, wie koreanische Truppen Zivilisten herum schubsen, schlagen und erschießen. An einer Stelle seht ihr ein Ehepaar, das vor einer Wand hockt. Davor stehen zwei Soldaten und richten die Eheleute hin - vor den Augen ihres Sohnes im Kleinkindalter, der herzergreifend schreit.

An einigen Stellen habt ihr die Möglichkeit, das Umland zu betrachten. Ihr seht Ruinen, zerbombte Häuser, Kampfhubschrauber, Explosionen - eine Apokalypse, wie sie im Buche steht. Allerdings fehlt es Homefront an interessanten Charakteren. Die Personen im Spiel wirken alles andere als vielschichtig und erfüllen stereotypische Klischees. Viele Spielpassagen wirken, als hätten die Entwickler sich Einiges bei anderen Genre-Größen abgeschaut. Etwa das Finale erinnert stark an Call of Duty 4 - Modern Warfare.

Gefahr für den Spieler - eine Katastrophe jagt die nächste.Gefahr für den Spieler - eine Katastrophe jagt die nächste.

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Viel Spaß in kurzer Zeit

Die Kampagne von Homefront hält euch durchgehend auf Trab. Die sieben Missionen sind voll gepackt mit Gefechten, Ereignissen und Wendungen. Neben Spielpassagen wie dem Kampf mit der Schrotflinte auf engem Raum und dem gezielten Ausschalten von Gegnern mit dem Scharfschützengewehr hat das Spiel noch nette Ideen auf Lager. Zum Beispiel könnt ihr an einigen Stellen per Fernglas Gegner anvisieren, die dann ein ferngesteuertes, gepanzertes Fahrzeug namens "Goliath" aufs Korn nimmt.

Die Kampagne von Homefront ist sehr, sehr kurz. Nach gerade einmal drei bis vier Spielstunden seht ihr den Abspann. Zwar habt ihr in diesen Stunden Einiges erlebt und viele Schauplätze gesehen, trotzdem stellt sich ein Gefühl von Unzufriedenheit ein. Ein ähnliches Szenario bekommt ihr bei Call of Duty - Modern Warfare 2, jedoch mit mehr Inhalt.

Die Lichteffekte wirken oft übertrieben.Die Lichteffekte wirken oft übertrieben.

Vernünftige Grafik, Künstliche Intelligenz mit Aussetzern

Homefront sieht meistens toll aus. Details und Lichteffekte sind oft auf einem ähnlichen Niveau wie Crysis. Teil 1 wohlgemerkt. Doch mit den Lichteffekten haben die Entwickler sogar etwas übertrieben. Bei starker Sonneneinstrahlung glänzen Gesichter und Kleidungsstücke unnatürlich. Ab und zu flackert auch eine Kante oder eine Person. Einzelne Texturen sind Mittelmaß.

Gegner verhalten sich meist relativ schlau, suchen sich Deckung und versuchen, nicht getroffen zu werden. Granaten allerdings schenken sie keine große Beachtung. Sie bleiben einfach an Ort und Stelle, selbst wenn eine der Sprengladungen vor ihren Füßen landet. Eure Computer-Mitstreiter reagieren oft nur dann, wenn ihr an bestimmten Stellen steht. Rennt ihr zu weit voraus, bleiben sie stehen und meckern, dass ihr endlich aufschließen sollt.

1 von 10

Test: Homefront

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