Test Yoostar 2: Nach Singstar jetzt Filmstar?

von Roland Mühlbauer (21. März 2011)

Nach Musik-Karaoke folgt nun Film-Karaoke: Beim Nachspielen von Filmszenen ist nicht nur eure stimmliche Präsenz gefragt, sondern ihr dürft auch mit vollem Körpereinsatz vor der Eyetoy-Kamera agieren! Schöne Idee, aber bei der Umsetzung sind wir auf gravierende Macken gestoßen.

Um Terminator zu werden, nehmt ihr erst die richtige Pose ein.Um Terminator zu werden, nehmt ihr erst die richtige Pose ein.

Ob Yoostar 2 - In the Movies den phänomenalen Erfolg der SingStar-Gelddruckmaschine kopieren kann? Wir glauben nicht. Sicherlich reizt es, in achtzig Filmszenen aus Kassenschlagern wie Terminator, Die Mumie, Grease, Karate Kid, Rocky, Star Trek oder Superman Returns seine Helden nachzuspielen. Und gerade zusammen mit Freunden habt ihr auch schnell euren Spaß.

Flugs die Kamera eingerichtet, das Wohnzimmer ausgeleuchtet, den Raum erst ohne Personen aufgenommen, dann die Anfangshaltung des zu ersetzenden Schauspielers eingenommen, und schon fügt euch das Spiel agierenderweise mit einem erstaunlichen Blue-Screen-Effekt direkt in die Szenen ein. Kaum abgedreht, könnt ihr entscheiden, ob Ihr die Filmszene speichert und ins Netz stellt, so dass eure Freunde sie sogar bei Facebook oder Yoostar.com begutachten können. Von null auf Filmstar in fünf Minuten! Was gibt es dann zu nörgeln?

Gebt euer coolstes "Ich komme wieder" in Terminator zum Besten!Gebt euer coolstes "Ich komme wieder" in Terminator zum Besten!

Fragwürdiges Bewertungssystem

Viele der achtzig Szenen sind erschreckend kurz. Teilweise gibt es Rollen, die als ganzen Text nur einen Zwei-Wort-Satz haben. Nachdem ihr vor jedem Dreh aus dem Zimmer hechten und euren Drehort im Leerzustand ablichten sollt und anschließend das Programm euch noch erkennen muss, dauert das Vorbereiten der Szene letztendlich länger als das Schauspielen selbst. Weshalb kann sich das Programm denn nicht merken, wie mein Raum ohne mich aussieht?

Dann ist es nur in zirka zehn Szenen möglich, sich zu zweit vor der Kamera in Pose zu werfen. In einer Stunde habt ihr alle diese Szenen gesehen. Und dann? Das wird eine kurze Party! Hinzu kommt, dass die Auswahl der Szenen willkürlich wirkt und einige Dialoge eher langweilig sind. Drittens ist das Bewertungssystem zumindest zum derzeitigen Stand unzureichend. Vor allem bewertet das Programm die gesprochenen Texte. Bei Szenen mit mehr Text könnt ihr leicht durch zeitgenaue Einsätze schon beim ersten Mal einen Kassenschlager produzieren, während sich bei Einzeilern Flops am laufenden Band einstellen. Dementsprechend legt der Schwierigkeitsgrad haarsträubende Achterbahnfahrten hin.

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