Test uDraw: Doods großes Abenteuer - Euer persönlicher Superheld

von Christian Detje (27. März 2011)

Das neue GameTablet von THQ versucht sich auch im Hüpfspiel-Sektor zu beweisen. Dazu stampft der Entwickler einen neuen Spielehelden aus dem Boden: Dood! Doch wie dieser Dood aussieht, liegt ganz bei euch.

So könnte Dood zum Beispiel aussehen.So könnte Dood zum Beispiel aussehen.

Wenn man nur auf den Levelaufbau von uDraw Doods großes Abenteuer guckt, könnte das Produktionsjahr des Spiels auch 1993 lauten. Das soll aber nicht heißen, dass die Levels altbacken sind. Sie sind klassisch - mit drehenden Plattformen, Schaufelrädern und schwebenden Gegnern -, aber eben auch ohne große Neuerungen. Die liegen bei Doods Abenteuer nämlich ganz woanders.

Das vermeintliche Ass, das THQ bei Dood im Ärmel hat, ist die Möglichkeit, euren Helden und seine Widersacher selbst zu gestalten. Ihre Form ist zwar jeweils vorgegeben, bemalen könnt ihr sie aber ganz nach euren Vorlieben. Das ist zwar nett gemeint, man fragt sich aber, ob das wirklich nötig ist. Bei einem reinen Hüpfspiel ist es eigentlich egal, ob der Hauptdarsteller nun einen Kringel auf der Stirn hat oder nicht.

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Bei der Stiftpanik ist die Steuerung viel zu umständlich.Bei der Stiftpanik ist die Steuerung viel zu umständlich.

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Doods großes Abenteuer besteht aus sechzig eher kurzen Levels, die sich gleichmäßig auf vier Spielprinzipien verteilen. Da ist zunächst die "Stiftpanik", ein typisches Jump'n'Run, das ihr aber mit dem GameTablet steuert. Das funktioniert leider nur sehr schwerfällig. Mit dem Touchpen bestimmt ihr die Richtung, die Dood einschlagen soll - ein bisschen wie bei The Legend of Zelda - Spirit Tracks. Aber spätestens beim Springen fühlt man sich ziemlich unsicher.

Wollt ihr einen Gegner angreifen, müsst ihr erst einen Farbklecks einsammeln und bei der Steuerung wieder umdenken. Da ist "Rollen und Springen" schon ein anderes Kaliber. Hier kommt nämlich der Neigungssensor des GameTablets zum Einsatz. Wie beim GBA-Vorbild Yoshi's Universal Gravitation von 2004 bewegt ihr die Spielfigur nur mithilfe des mehr oder weniger schräg gehaltenen GameTablets. Dood sitzt dabei in einer Glaskugel wie die Affen bei Super Monkey Ball 1. Das macht viel mehr Spaß, weil ihr nicht ständig über den nächsten Schritt nachdenken müsst.

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