Test Gods Eater Burst: Monsterjagen bis Monster Hunter kommt

von Max Wildgruber (28. März 2011)

Capcom ziert sich mit der Westveröffentlichung von Monster Hunter Freedom 3? Egal! Namco Bandai springt mit gigantischen Biestern, verwandlungsfähigen Waffen und einer wendungsreichen Endzeitgeschichte in die Bresche!

Alles was ein Großwildjäger braucht: Drei Kumpels, eine riesige Waffe und fette Beute.Alles was ein Großwildjäger braucht: Drei Kumpels, eine riesige Waffe und fette Beute.

Vor kurzem stellten wir das Spiel noch im Rahmen unseres Monster-Hunter-Specials vor, nun erobert Gods Eater Burst auch schon unsere Spieleläden. Dabei hat die Monsterjagd hohe Verkaufserwartungen zu erfüllen. In Japan verkauften sich das Originalspiel God Eater und die stark erweiterte Neufassung Gods Eater Burst zusammen über eine Million Mal. Ob sich dieser Erfolg hierzulande wiederholen wird, darf man bezweifeln.

Das liegt allerdings weniger an der Qualität des Action-Rollenspiels als an der dürftigen Verbreitung der PSP in Deutschland. Gut, Gods Eater Burst muss sich den Vorwurf gefallen lassen, sein grundlegendes Spielprinzip von Capcoms Monster Hunter abgekupfert zu haben. Innerhalb des Untergenres der Monsterjagd-Simulationen verschafft sich Namco Bandais Animé-Götterdämmerung aber mit sauber umgesetzten, eigenständigen Ideen eine Daseinsberechtigung.

Wie man so eine Waffe hochheben kann? Egal! Hauptsache, sie passt zur Haarfarbe.Wie man so eine Waffe hochheben kann? Egal! Hauptsache, sie passt zur Haarfarbe.

Monster Hunter trifft Neon Genesis Evangelion

Wichtigstes Alleinstellungsmerkmal des Titels ist seine apokalyptische Atmosphäre. Vor deren Hintergrund wird in Zwischensequenzen mit passabler Sprachausgabe und Texten in Englisch eine Endzeitgeschichte erzählt, die visuell wie inhaltlich an die erfolgreiche Animé-Reihe Neon Genesis Evangelion erinnert. Hier wie dort greifen gottgleiche Riesenbiester die Menschheit an und nur eine geheimnisvolle Organisation kann sie aufhalten.

Im Spiel heißen die Monster Aragami, gleichen überdimensionierten, fremdartigen Tieren und legen mit Vorliebe ganze Städte in Schutt und Asche. Die Kammerjägerfirma heißt Fenrir-Corporation und stattet junge Männer und Frauen nicht nur mit trendigen Stachelfrisuren, sondern vor allem mit riesigen, lebendigen Waffen aus. Die Teile heißen God Arc und werden permanent mit ihrem Träger verbunden. Einer der frisch vermählten Waffenfetischisten ist eure Spielfigur, deren Namen, Geschlecht, Aussehen und Stimme ihr zu Beginn des Spiels festlegt.

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