Test Gods Eater Burst - Seite 3

Ein Traum für Wildschützen. Gießt euch eure Silberkugeln selbst.Ein Traum für Wildschützen. Gießt euch eure Silberkugeln selbst.

Sammeln, quatschen, Kugeln gießen

Abseits der gut ausbalancierten Spielmixtur aus motivierenden Monsterjagden und Seifenoper bietet Gods Eater Burst ein relativ schmales Rahmenprogramm. Verglichen mit den üppigen Naturschauplätzen der Monster-Hunter-Serie fallen die Ruinenstädte, Tempel und Fabrikanlagen eher karg aus und bieten auch nur eine Form von Sammelpunkten. Ihr klaubt während der Kämpfe Bastelmaterialien auf, spezifische Sammel-Missionen oder ein Äquivalent zum vielseitig aufrüstbaren Bauernhof des Capcom-Originals fehlen jedoch.

Auch die meisten Räume des Fernrir-Hauptquartiers habt ihr schnell gesehen. Hier punktet Burst aber durch eloquentes Firmenpersonal, das stets bereit ist, bei einem kleinen Schwätzchen Hintergrundinfos zur Handlung zu liefern. Die Herstellung neuen Rüstzeugs beschränkt sich hauptsächlich auf die Modifikation eurer God-Arc-Waffe. Vor allem die Möglichkeit, unterschiedlichste Typen von Munition zu fabrizieren und passend zur Schwachstelle anvisierter Aragami zu verballern, motiviert taktisch versierte Bastlernaturen.

Pro

  • echte Geschichte
  • 200 Missionen
  • passable Sprachausgabe
  • verwandlungsfähige Waffen
  • originelles Monsterfressen
  • motivierende Munitionsbastelei
  • Profile von Kumpels als Computer-Kameraden

Kontra

  • zweckmäßige Gestaltung
  • eintönige Missionstypen
  • zu simples Sammelsystem
  • nur in englischer Sprache

Meinung von Max Wildgruber

Nicht so vielseitig wie Capcoms Original-Großwildjagd, aber einer der besten derzeit erhältlichen Pausenfüller. Natürlich nur bis Monster Hunter Freedom 3 endlich in den Westen kommt. Dabei gefällt mir vor allem, dass auch Solospieler ohne PSP-Freundeskreis in der Nähe ordentlich bedient werden. Wer nur ab und an die äußerst spaßige Adhoc-Funktion mit echten menschlichen Mitspielern nutzen kann, darf sich die Profile seiner Freunde abspeichern und diese als computergesteuerte Kameraden in den Solomodus mitnehmen. Wer ganz isoliert spielt, bekommt wenigstens eine vorhersehbare, dramaturgisch aber sauber durchkomponierte Rahmenhandlung.

Die Gestaltung der Aragami ist Geschmacksache. Mir gefällt ihre bizarr-stromlinienförmige Animé-Ästhetik recht gut. Weniger gut gefällt mir die vergleichsweise geringe Auswahl an Missionstypen. Zwar spielen sich die Jagden auf unterschiedliche Aragami recht variantenreich. Unterm Strich besteht das Gros der rund 200 verfügbaren Missionen aber aus Tötungs- oder Jagd-Aufgaben. Hier hätte sich Namco Bandai ruhig noch die eine oder andere Idee von Capcoms Pokke-Dorf stibitzen können. Der Rest des Spielprinzips ist ja auch schon gut geklaut.

82

meint: Motivierender Monster-Hunter-Klon mit wendungsreicher Geschichte und der Möglichkeit, die Monster selbst auch mal zu beißen.

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