Das Pokémon-Phänomen: Seit 15 Jahren im Monsterfieber - Kopierter Spielverlauf und Ein Held ohne Superkräfte

(Special)

Zu Spielbeginn werdet ihr immer von einem netten Professor, neuerdings von einer Professorin begrüßt.Zu Spielbeginn werdet ihr immer von einem netten Professor, neuerdings von einer Professorin begrüßt.

Kopierter Spielverlauf

Dabei setzt Nintendo gezielt auf die Kontinuität der Spielserie. Egal ob ihr nun die Blaue oder die Schwarze Edition einlegt, das Spiel läuft nahezu gleich ab. Ihr startet in einem Heimatsort, sei es Alabastia oder auch Avenitia. Dort erwartet euch ein Professor oder Professorin, der bzw. die euch ein Pokémon gibt. Ihr habt stets die Wahl zwischen einem Wasser-, Feuer- und Pflanzenmonster. Die Ausnahme bildet hierbei lediglich die Gelbe Edition, in der ihr automatisch Pikachu erhaltet. Mit einem neuen Tier und dem Pokédex im Gepäck macht ihr euch nun auf in die weite Welt, um die acht Arenaleiter sowie die Top 4 zu schlagen und der neue Poké-Champ zu werden.

Ja, keiner kopiert sich so gut selbst wie die Pokémon-Reihe. Seit mittlerweile fünf Generationen bestreitet ihr die nahezu gleichen Handlungsstränge mit nur kleinen Variationen. Die Antagonisten heißen vielleicht nicht Team Rocket, sondern Team Galaktik, verfolgen aber dennoch immer das gleiche Ziel: Die Schädigung der Pokémon. Auch eure Freunde nehmen stets die gleiche Rolle ein, seien es nun Gary, Trainer Rot, Cheren oder Bell. Kämpft ihr mit ihnen, könnt ihr nicht nur eure Pokémon trainieren, sondern entwickelt den Ehrgeiz, stets eure "Freunde" zu schlagen. Wie kann solch ein Konzept nach Jahren überhaupt noch aufgehen? Ganz einfach, die Handlung bildet bei diesem Spiel lediglich den Rahmen für die Faszination.

Der Held der Geschichte ist stets ein normales 10-jähriges Kind ohne ein spezielles Talent.Der Held der Geschichte ist stets ein normales 10-jähriges Kind ohne ein spezielles Talent.

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Ein Held ohne Superkräfte

Viele fasziniert die Möglichkeit, ins Abenteuer selbst zu schlüpfen. Der Held des Spiels ist nämlich kein muskelbepackter Kerl mit einer schweren Rüstung, sondern ein gänzlich normales 10-jähriges Kind. Es trägt Jeans, T-Shirt und Baseball-Kappe und kann eurem Belieben nach weiblich oder männlich sein. Darüber hinaus reist es durch die Welt im Laufschritt oder auf dem Fahrrad. Schnelle Autos, Pferde oder andere luxuriöse, für einen Helden angemessenere Transportsysteme findet ihr in Pokémon nicht.

Der Held ist bodenständig und sagt im Spielverlauf kein Sterbenswörtchen. Ihr selbst könnt ähnlich wie im ersten Dragon Age "die Stimme", gar das Spiegelbild des Helden sein. Der Held entwickelt sich jedoch nicht weiter, erhält keine Erfahrungspunkte und wird mit den zurückgelegten Schritten nicht schneller. Er bleibt immer auf einem Niveau, währenddessen ihr erfahrener werdet. Ihr lernt aus der Geschichte. Ihr wisst, wie ihr euch in manchen Kämpfen verhalten solltet, um den Sieg davonzutragen. Mehr und mehr werdet ihr als "weiser" Spieler selbst zum Helden, die kleine Figur im Pokémon-Spiel ist somit lediglich eine Projektion von euch.

Weiter mit: Monster zum Knuddeln und Ein unaufhaltsamer Sammelwahn

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