Rift: Ist es nun das neue neue Azeroth oder nicht? - Innovativ: Charakterentwicklung und Überraschend: Zerrissene Welt

(Special)

Das Aussehen eines Charakters verrät in Rift nicht unbedingt etwas über seine Fähigkeiten.Das Aussehen eines Charakters verrät in Rift nicht unbedingt etwas über seine Fähigkeiten.

Innovativ: Variantenreiche Charakterentwicklung

Oberflächlich betrachtet folgen auch die Charakterklassen von Rift einem vereinfachten WoW-Konzept. Egal, welcher Fraktion und Rasse eure Figur angehört, wählt ihr aus den Grundklassen Krieger, Magier, Kleriker und Schurke. Allerdings ist euer Charakter von vorneherein tot und dadurch erschöpfen sich die Gemeinsamkeiten. Regeltechnisch bedeutet euer Status als göttlich belebter Widergänger, dass ihr je nach Grundklasse auf neun von insgesamt 36 Seelen zugreifen dürft. Jede Seele fungiert als Fähigkeitenbaum, von denen ihr je drei gleichzeitig nutzen dürft.

Gefällt euch eine Seelenkombination, speichert ihr sie als so genannte Rolle, die ihr jederzeit per Knopfdruck aktiviert. Im Gegensatz zu den relativ starren Klassenausrichtungen von WoW dürft ihr also mit einem Kleriker typische Kriegeraufgaben übernehmen oder euren Schurken als 'Tank' (Verteidiger) spielen und seine Rüstungsklasse hochfahren. Lediglich der Magier erwies sich in unseren bisherigen Testspielen als wenig robust und deshalb nicht für alle Rollen tauglich. Experimentierfreudige Spieler bauen ihre Charaktere dadurch wesentlich flexibler und dürfen mit unterschiedlichsten Taktiken herumspielen, ohne für jede gleich eine neue Figur anlegen zu müssen. Da ihr die Verteilung eurer Fertigkeits-Punkte gegen Bezahlung jederzeit zurücksetzen dürft, ist es auch nicht weiter schlimm, wenn ihr bei der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau aus Versehen eine eher sinnlose Seelenmixtur zusammenpanscht.

Klafft ein Riss im Gefüge der Welt, werden die Spieler zu den Waffen gerufen.Klafft ein Riss im Gefüge der Welt, werden die Spieler zu den Waffen gerufen.

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Überraschend: Zerrissene Welt

Ebenfalls überraschend für alte WoW-Haudegen dürfte es sein, wenn sich zum ersten Mal der Himmel von Telara auftut und ein oder mehrere tentakelbewehrte Risse in die angrenzende Weltebene der Elementarwesen klaffen. Telara ist nämlich viel instabiler als Azeroth, so dass die umliegenden Dimensionen stets versuchen, sich das rissige Fleckchen Erde einzuverleiben.

Spielmechanisch entspricht ein solches Ereignis dem plötzlichen Angriff zahlreicher Elite-Gegner, der nur durch spontane Zusammenarbeit mehrerer Helden zurückgeschlagen werden kann. Atmosphärisch wirbelt dieses Element den bekannten Ablauf aus Standardmissionen und lange geplanten Instanzbesuchen auf höchst willkommene Weise durcheinander. Vor allem die Notwendigkeit zur spontanen Gruppenbildung bei einer Rissinvasion empfanden wir als einzigartiges Erlebnis. Da der Zusammenschluss mit wildfremden Spielern überdies reibungslos und flott vonstatten geht, entsteht hier ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das in anderen Online-Rollenspielen wohl lediglich langjährige Gildenmitglieder kennen dürften.

Weiter mit: Fazit: Azeroths böser Zwillingsbruder

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