Test Dissidia Duodecim FF - Seite 3

Betretet ihr so ein Tor, wartet eine abstrakte Karte mit Gegnern und Schatztruhen.Betretet ihr so ein Tor, wartet eine abstrakte Karte mit Gegnern und Schatztruhen.

Das Original als Bonus mit dabei

Wichtigster Spielmodus bleibt die Kampagne. Dabei trabt ihr mit einer Hauptfigur pro Kapitel über eine 3D-Karte im Stil der 32bit-Serienteile für die erste Playstation. Hinter magischen Toren steht eine Serie von Kämpfen gegen monochrome Kristallversionen der Hauptfiguren an. Als Abschluss wartet stets ein vergleichsweise anspruchsvolles Duell gegen einen der Serien-Endgegner.

Zusätzlich bietet Duodecim noch ein gerüttelt Maß andere Spielmöglichkeiten. Im Editor bastelt ihr beliebig viele eigene Kampfkonstellationen. Im Arcade-Modus kloppt ihr euch in allen erdenklichen Variationen. Allein dem Mehrspieler-Teil fehlt noch immer eine echte Online-Anbindung. Mehrere Helden treffen sich wie gehabt ausschließlich im lokalen Adhoc-Netzwerk. Überaus generös ist schließlich die Geste von Square Enix, die komplette Kampagne des Originals als Bonusabenteuer mitzuliefern. Mehr Dissidia geht nicht.

Pro:

  • 33 Final-Fantasy-Figuren (geheime mitgezählt)
  • spektakuläre Kämpfe
  • toll gestaltete Charaktermodelle
  • tiefgängige Spielmechanik
  • immenser Umfang
  • cooler Missions-Editor

Contra:

  • wirre Kamera
  • manche Arenen zu ausufernd
  • schwache Solo-Kampagne
  • für Anfänger verwirrende Menüs

Meinung von Max Wildgruber

Mit Duodecim bringt Square Enix eine aktualisierte und bemerkenswert umfangreiche Version des ersten Dissidia heraus. Noch lieber als die unzähligen Einstellungsmöglichkeiten, die vielen neuen Betätigungsfelder und den immensen Umfang hätte ich allerdings eine Generalüberholung des Kampfsystems gesehen. Die überforderte Kamera zeigt mir gerne bloß die schönsten Wände der aktuellen Arena. So kommt ein Zufallselement zu den Kämpfen hinzu, das die Kampfmechanik bocken lässt. Zweiter großer Kritikpunkt: Wenn ich schon die Hauptfiguren einer der wichtigsten Rollenspielserien aller Zeiten zusammenwürfle, sollte ich mehr erzählen. Die Geschichte wirkt konstruiert.

Großartig dagegen ist das tiefgründige Kampfsystem, das unter der Haube aus rasanter Action eine ganze Menge klug ausgedachter Regeln birgt. Auch die Charaktermodelle begeistern ein weiteres Mal. Die neuen Figuren stehen den Veteranen in Detailvielfalt und Animationsqualität in nichts nach. Serienliebhaber negieren die Kritik, addieren zwölf Liebhaberpunkte zu unserer Wertung und holen sich diesen sperrigen, aber absolut liebevoll gemachten Heldenauflauf.

80

meint: Erweiterte, im Kern unveränderte Vorgeschichte von Dissidia. Final-Fantasy-Anhänger frohlocken über den Umfang, Skeptiker verfluchen die chaotische Kamera.

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