Phänomen Mortal Kombat: Die Spiele, die Filme und die Gewalt - Virtuelle Hinrichtungen und Medium oder blutig?

(Special)

"Finish Him, oder Her, oder it?" - Das war auf dem Gameboy Color nicht so gut zu erkennen."Finish Him, oder Her, oder it?" - Das war auf dem Gameboy Color nicht so gut zu erkennen.

Virtuelle Hinrichtungen

Bei anderen Prügelspielen ist es seinerzeit fast Tradition, dass ein Kämpfer nach einer ordentlichen Tracht Prügel kurz benommen vor einem steht. So hat man selbst die Chance eine Spezialattacke ohne Gegenwehr auszuführen. Sprich: Ihr haut eurem Gegner ein paar Schlägen und Tritten zusätzlich auf die Glocke. Dies einfach zu übernehmen, reicht Boon und Tobias nicht. Für Endgegner Shang Tsung entwerfen die Entwickler einen Schlag am Ende eines gewonnenen Kampfs, der die Gegner entgültig vernichtet. Diese Idee kommt im Team so gut an, dass man dieses Konzept der "Fatalitys" für jeden der Kämpfer übernimmt.

Dennoch kommen den Verantwortlichen während der Entwicklung Bedenken, ob die Fatalitys nicht doch eine Grenze überschreiten. Aus diesem Grund lädt man Spieler ein und beobachtet deren Reaktionen. Ihr ahnt es vermutlich: Das Spielelement kam an! "Finish him!" und "Finish her!" sind geboren. Jedoch ist man sich im Klaren, dass das Spiel mit der Brutalität nicht nur Bonusmeilen sammeln würde.

Selbst gestandene Spieler zittern vor dieser Behörde.Selbst gestandene Spieler zittern vor dieser Behörde.

Medium oder blutig?

Nachdem Erfolg in der Spielhalle dauert es nicht lange, bis die ersten Versionen für Heimcomputer und -Konsolen erscheinen. Bei der ersten Fassung für das Super Nintendo Fassung setzt Nintendo durch, auf blutige Darstellungen und Fatalitys zu verzichten. Das passe nicht zur Firmenpolitik, begründet der Konzern die strikte Linie. Für das Mega Drive von Sega erscheint hingegen die unzensierte Version - und verkauft deutlich mehr. Daraufhin verabschiedete sich auch Nintendo von den moralischen Bedenken. Der Nachfolger erscheint bereits ungekürzt auch für das SNES.

"Wieso habt ihr eigentlich nur ein Bild von Mortal Kombat (1993) für Gameboy auf der ersten Seite abgebildet?", könntet ihr fragen. Dafür gibt es rechtliche Gründe. Die Mortal-Kombat-Spielserie und die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) geraten regelmäßig aneinander. Dicke Freunde sind sie jedenfalls nicht. Keine andere Spielreihe taucht öfter auf den Indizierungslisten der BPjM auf. Dennoch sind die Spiele übrigens nicht in Deutschland verboten, wie schlecht informierte Zeitgenossen behaupten.

Weiter mit: Gefahr für Jugendliche und Schlag mich Säugling, noch einmal!

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