Pleiten, Pech und PSN: Die Hintergründe des Hacker-Angriffs - Warum das PSN? und Wer waren die Hacker?

(Special)

So gut besucht ist Home aktuell nicht. Auch inaktive Nutzerkonten lassen sich hacken.So gut besucht ist Home aktuell nicht. Auch inaktive Nutzerkonten lassen sich hacken.

Warum das PSN?

Dass ein Hackerangriff auf den Netzdienst einer Spielkonsole solchen Schaden anrichtet, liegt nicht zuletzt an Sonys ganzheitlicher PSN-Philosophie. Neben der Nutzung zur Aktualisierung der PS3-Firmware und Spieldaten dient es als Grundlage für kostenlose Mehrspieler-Partien. Mit Home steht ein aufwändiges 3D-Sozialnetzwerk zur Verfügung. Im PlayStation Store laden PSN-Nutzer kostenpflichtig weitere Spielinhalte und Filme herunter.

Zusammen mit der neuen Qriocity-Plattform für digitale Medien wollte man in Zukunft Apples iTunes Konkurrenz machen. Für alle Angebote gilt: Ohne Konto mit gültiger Adresse ließ sich das Netzwerk nicht nutzen. Wer zudem nicht umständlich über PSN-Geldkarten einkaufen wollte, gab die Prüfnummer seiner Kreditkarte an. Offenbar ein gefundenes Fressen für Datendiebe. Es ist allerdings noch nicht gesagt, dass die Angreifer wirklich die kriminelle Energie besitzen, mit den erbeuteten Daten Straftaten zu begehen. Bislang ist nicht bekannt, wer hinter dem Angriff steckt.

Die Erklärung der Netz-Aktivisten in gewohnt kauzigem "Anon"-Stil.Die Erklärung der Netz-Aktivisten in gewohnt kauzigem "Anon"-Stil.

Wer waren die Hacker?

Zunächst galten Mitglieder des Anonymous-Kollektivs als Hauptverdächtige. Die Netz-Aktivisten hatten Anfang April 2011 zu Hackerattacken auf Sony-Webseiten und das PSN aufgerufen. Anonymous' sogenannte "OPSony" war eine Reaktion auf die Klagen des Konzerns gegen die Hacker George Hotz alias "Geohot" und Alexander Egorenkov. Beiden kommen Schlüsselrollen bei der Aushebelung des PS3-Sicherheitskonzepts zu. In einer Botschaft an die PSN-Nutzer distanzierten sich Anonymous-Mitglieder am 24. April aber von der jüngsten Attacke.

In der Erklärung hieß es flapsig: "Wir waren's nicht; Sony inkompetent." Allerdings schlossen die Verfasser der Botschaft nicht aus, dass einzelne Mitglieder der dezentral organisierten Gruppe auf eigene Faust gehandelt haben könnten. Sollte dies der Fall sein, steht nicht zu befürchten, dass die entwendeten Daten zu Betrugszwecken missbraucht werden.

Weiter mit: Warum sind die Hacker sauer auf Sony? und Raubkopien auf der PS3

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