Test

Rogue Trooper

Bei uns ist er nur eingefleischten Comic-Fans ein Begriff: Rogue Trooper. Doch wer ist das, was macht er und wie sieht er aus? Man nehme die Hautfarbe der Schlümpfe, ziehe sie über ein Muskelpaket im Stil von Arnold Schwarzenegger, mische ein wenig DNA dazu, würze dies mit Rachegelüsten und serviere das Ganze mit einer Prise Humor. Ob es diese Mischung in sich hat, erfahrt ihr im Test. Von Lukas Grajkowski

5. Mai 2006

Düsteres Szenario

Nu Earth ist wahrlich kein Urlaubsziel.

Die verfeindeten Völker Norts und Southern führen seit Jahrzehnten auf dem fernen Planeten Nu Earth einen erbitterten Kampf auf Leben und Tod. Durch diese Kriegstreiberei hat sich die Natur mit der Zeit gerächt und den Planet nahezu unbewohnbar gemacht: atomar geprägte Landschaften, riesige Bombenkrater und kaum Vegetation. Die Atmosphäre ist derart verschmutzt, dass normale Menschen ohne Schutzanzüge nicht überleben können. Dieser Umstand brachte die Southern dazu eine neue Eliteeinheit, die genetischen Infanteristen, oder kurz gesagt GIs, zu züchten. Sie sind gegen die atomare Verstrahlung immun und mit allen möglichen DNA-Zusätzen präpariert. Des Weiteren besitzt jeder GI einen Biochip, in dem seine gesamte Persönlichkeit gespeichert ist. Die Biochips können nach dem Ableben entfernt und weiter verwenden werden. Nachdem ein hochrangiges Mitglied der Southern Verrat am eigenen Volk begangen hat, wurden alle GIs in einem brutalen Massaker ausgelöscht. Alle? Nein, nicht alle. Ein einziger GI hat überlebt und Rache an den Mördern seines Volkes geschworen.

Volle Kontrolle

Rogues Gegner sind meistens in der Überzahl.

Wer schon Erfahrung mit Action-Spielen aus der Verfolgerperspektive hat, fühlt sich gleich zu Beginn gut aufgehoben: mit dem linken Stick bewegt ihr Rogue, mit dem rechten Stick kontrolliert ihr seinen Blick. Wie es sich für einen Elitesoldaten gehört, liefert sich Rogue jede Menge Scharmützel, schleicht sich von hinten lautlos an oder löst einfache Rätsel. Bis jetzt hört sich alles nach durchschnittlicher Action-Kost an, doch hier kommt schon der erste feine Unterschied. Während dem ersten Level, das gleichzeitig als Tutorial dient, sterben drei GI in unmittelbarer Nähe von Rogue. Er entfernt deren Biochips und setzt sie in seinen Utensilien ein, damit sie weiterleben können: Gunnar kommt in seine Distanzwaffe, Helmet in den Helm und Bagman in den Rucksack. So seid ihr nie alleine unterwegs, da die drei GIs mit ihren unterschiedlichen Charakteren euch und eure Aktionen mit Kommentaren begleiten. Was nach Freiheit klingt, ist im Endeffekt keine, denn ihr könnt die Levels zwar frei erkunden, allerdings setzen die Dialoge nur an vorgegebenen Stellen ein.

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