Test MX vs. ATV Alive - Seite 2

Drängeln im Pulk ist jetzt weniger gefährlich.Drängeln im Pulk ist jetzt weniger gefährlich.

Auch mit Fahrhilfe nicht einfach

Die "Reflex"-Steuerung aus dem Vorgänger bleibt euch erhalten: Mit dem rechten Analog-Stick bewegt ihr den Oberkörper eures Fahrers unabhängig von der Fahrzeug-Lenkung. Mit etwas Geschick erreicht ihr dadurch schnellere Kurven und weitere Sprünge. Die Kupplung ist nützlich, um kurzzeitig Drehmoment zu bekommen, zum Beispiel wenn ihr einen steilen Hügel hoch müsst. All diese Steuerungsmöglichkeiten sind zu Anfang verwirrend, zumal es keine Einsteigshilfe gibt - schlecht für Neulinge, die den Vorgänger nicht kennen.

Zwei wählbare Fahrhilfen vermindern die Rutsch- und Sturz-Gefahr, die Fleißarbeit am Gamepad nehmen sie euch jedoch nicht ab. Apropos Sturz-Gefahr: Bei rabiaten Zweikämpfen bleibt euer Fahrer jetzt fest im Sattel und wird nicht mehr von Kamikaze-Computergegnern über den Haufen gefahren. Für Profis mag das ein bisschen zu "Arcade" sein, für einen besseren Spielfluss sorgt es allemal.

Motocross-Profi James Stewart begegnet euch im Spiel.Motocross-Profi James Stewart begegnet euch im Spiel.

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Eine Frage der Erfahrung

Einen klassischen Karriere-Modus gibt es nicht, stattdessen erntet ihr für jedes Einzel- und Mehrspieler-Rennen Erfahrungspunkte, die wiederrum Belohnungen freischalten. Das ist fast schon Standard für heutige Spiele und funktioniert recht gut, bis auf ein Problem: Die wichtigsten Belohnungen, nämlich Strecken und Fahrzeuge, bekommt ihr nur bei den Stufen 10 und 25. Bis dahin fahrt ihr die gleichen Rennen immer wieder - eine öde Sache, vor allem in der langsamen 125er-Anfangsklasse.

Zumindest bekommt ihr auf dem Weg dahin etliche Teile, mit denen ihr euer MX-Bike oder ATV-Quad verbessert und umgestaltet. Auch euren Fahrer dürft ihr nach euren Vorstellungen anpassen, von der Startnummer bis zur Schutzbrille. Außer den Motorrädern und Quads in drei Leistungsklassen gibt es keine anderen Vehikel - Buggies und Trucks haben die Entwickler ersatzlos gestrichen.

James Stewarts Privatstrecke gibt es als Zusatzinhalt.James Stewarts Privatstrecke gibt es als Zusatzinhalt.

Spielspaß auf Raten - das neue Zahlungsmodell

Mit MX vs. ATV Alive verfolgt THQ eine neue Preis-Strategie: Ihr bekommt das Spiel schon für unter 40 Euro, dafür ist das Spiel eine Art Grundgerüst mit geringem Umfang. Erst durch herunterladbare Zusatzinhalte steigt die Auswahl an Umgebungen und Rennen. Vorerst bleibt es bei drei Modi: Nationals (Rundstrecken im Freien), Kurzstrecke und Freie Fahrt. Die Umgebungen für die Freie Fahrt sind um einiges kleiner als in Reflex und außer Rekorde zu brechen gibt es nichts zu tun.

Egal ob Supercross (Rennen in Stadien), Freestyle (Trick-Shows) oder Wegpunkt-Rennen, all diese Rennvariationen wurden aus dem Spiel genommen. Ebenso die durchgeknallten aber spaßigen Mehrspieler-Modi aus dem Vorgänger. Kombiniert mit der dürftigen Zahl von 16 Strecken, die teilweise auch nur Variationen sind, wird das Spiel schnell eintönig.

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