Test Dirt 3 - Seite 3

Auf den Spuren Walter Röhrls geht es quer durch die Kurve.Auf den Spuren Walter Röhrls geht es quer durch die Kurve.

Reinsitzen und losdüsen

Dirt 3 schafft, was viele Rennspiele nur versuchen: Den Spagat zwischen realistischer Simulation und zugänglichem Spielhallen-Raser. Zwar stellt es Simulations-Liebhaber trotzdem nicht ganz zufrieden (dafür verzeiht die Physik zu viele Fehler), dennoch ist das Fahrgefühl direkt und nachvollziehbar. In puncto Fahrspaß braucht Dirt 3 nicht einmal den Vergleich mit Gran Turismo 5 scheuen. Auch wenn es weniger anspruchsvoll ist. Der Rallye-Konkurrenz WRC - FIA World Rally Championship ist es haushoch überlegen.

Besonders die Gewichtsverlagerungen fühlen sich klasse an: In der Kurve schön das Heck rumreißen, quer am Scheitelpunkt vorbeischlittern und dann die Pendelbewegung wieder abfangen - so muss Rallyesport sein. Anfängern greifen dabei zahlreiche Fahrhilfen unter die Arme. Neu ist die für ein Rallye-Spiel ungewöhnliche dynamische Ideallinie, bekannt von Spielen wie Need for Speed - Shift 2 Unleashed. Sie warnt euch vor zu späten Bremsmanövern. Die sechs Schwierigkeitsgrade dürften besser verteilt sein - erfahrene virtuelle Rennfahrer kommen erst ab Stufe fünf in Bedrängnis. Boni für abgeschaltete Fahrhilfen oder schwere Gegner gibt es merkwürdigerweise nicht.

Manta, Manta: Auch deutsche Klassiker sind vertreten.Manta, Manta: Auch deutsche Klassiker sind vertreten.

Der Wetterbericht sagt: Wechselhaft

Wie die beiden Vorgänger sieht auch Dirt 3 klasse aus. Scharfe Texturen und stimmungsvolle Beleuchtungen verwöhnen das Auge. Neu sind die längst überfälligen Wettereffekte. Bei strömendem Regen trennt sich endgültig die Spreu vom Weizen unter den Rallye-Fahrern. Nette Details wie Regentropfen auf den Autos und glitzernder Schnee in Norwegen runden das Gesamtbild ab.

Das Schadensmodell gehört zum Besten, was das Genre zu bieten hat. Ist der Schaden auf "Simulation" eingestellt, drohen sogar Reifenplatzer. Ein paar mehr Sound-Effekte für solche Schäden wären schön gewesen, doch sonst gibt es am Ton nichts zu meckern. Die trendige Musik spielt nur im Menü - das ist auch gut so, im Rennen benötigt ihr schließlich die volle Konzentration.

Bis zu acht Spieler zanken sich in Online-Modi.Bis zu acht Spieler zanken sich in Online-Modi.

Lust auf eine Rallye-Party?

Den Mehrspielermodus hat Codemasters ordentlich aufgepeppt: Alle Renn-Modi sind auch online oder - siehe da - auf PC und Konsole per geteiltem Bildschirm spielbar. Letzteren gab es in der Colin-McRae-Serie lange nicht mehr. Ebenso neu ist der sogenannte Party-Modus. In frei befahrbaren Arealen kämpft ihr in ungewöhnlichen Disziplinen gegen andere Fahrer.

In der Disziplin "Transporter" klaut ihr eine Flagge und bringt sie in eine sichere Zone - wie im klassischen "Capture the Flag" bei Ballerspielen. Mit Autos macht es nicht weniger Spaß, im Gegenteil. "Outbreak" ist eine Art Zombie-Modus. Hier jagen infizierte Spieler in grünen Autos den "gesunden" Rest. Wird ein Überlebender gerammt, wird er ebenfalls zum Zombie. Wehe, ihr seid der letzte Überlebende, dann ist die ganze Meute nur hinter euch her.

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Gerry1997
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