Test The Chronicles of Riddick - Escape from Butcher Bay

von Daniel Frick (09. März 2005)

Im vergangenen Sommer hat uns Mr. Vin Diesel als der megacoole "Riddick" in den Kinos durch seine Coolness und Geschicklichkeit mit den Messern erfreut. Die Special-Effects und die Ausstattung waren im Gegensatz zu den schauspielerischen Leistungen und der Story grandios. Story und Look irgendwo zwischen "Dune- Der Wüstenplanet" und "Herr der Ringe" ließen darauf schließen, dass es nicht lange gehen würde, bis uns der Ausbrecherkönig in einem PC-Spiel wieder begegnen wird. Für uns von Spieletips der Zeitpunkt, Herrn Riddick etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Aus der Grube sollte man sich bald verdrücken...Aus der Grube sollte man sich bald verdrücken...

Die Story: Irgendwo zwischen "Blade Runner", "Flucht von Alcatraz" und "Dune"

Die Geschichte spielt zwischen dem Kinofilm und dessen inzwischen mit Kultstatus bedachten B-Movie-Vorgänger "Pitch Black". Unser eiscooler Held wird mal wieder in ein Hochsicherheitsgefängnis gesperrt, aus dem es angeblich unmöglich ist zu fliehen. Doch natürlich weiß man inzwischen, dass genau das die Spezialität unseres Protagonisten ist. Nach einer einladenden Einleitung, in der es gleich mächtig zur Sache geht, wird wie es sich gehört der Hintergrund erklärt und kurz darauf findet man sich selbst als Riddick in einer Zelle wieder. Fortan gilt es nur ein Ziel zu verfolgen, zu dem jedes Mittel das rechte ist: Die Flucht aus Butcher Bay, dem berüchtigtsten Hochsicherheitsknast des Universums. Obwohl als Ego-Shooter konzipiert, bietet "The Chronicles of Riddick" mehr als nur schnödes Geballer: Neben der hochspannenden und den Kinofilm an Abwechslungsreichtum locker übertrumpfenden Handlung glänzt das Spiel mit taktik-lastigen Schleicheinlagen à la "Splinter Cell" sowie Adventure/Rollenspiel-Elementen. Aber natürlich kommt auch nicht die Action zu kurz, im Gegenteil: Diese ist vom Feinsten. Der Höhepunkt: Gegen Ende des Spiels darf man einen Battlemech besteigen und die Kanonenrohre heißlaufen lassen. Doch bis dahin gibt es im Knast einiges zu tun: Vom Finden der passenden Ausrüstung über jede Menge Aufträge, die man für Mitgefangene erledigen kann bis zu kleinen Rätseln und Adventure-Einlagen ist einfach alles dabei.

Spannung pur !!Spannung pur !!

Grafik, Sound und Bedienung: Solide Arbeit

Bei Grafik, Sound und Bedienung haben die Entwickler der in der Fachpresse im Vorfeld kaum beworbenen Filmumsetzung grundsolide Arbeit abgeliefert. Neben einer einfachen und sehr intuitiven Bedienung sowohl im Spiel als auch in den Menüs, klasse Sprechrollen (Original, leider ohne Untertitel) und einem die Geschichte perfekt unterstreichenden Synthie-Orchester-Soundtrack besticht vor allem die Grafik, die das düstere Science-Fiction-Gefängnis-Ambiente vorzüglich einfängt. Es ist dunkel, schmutzig und geht rau zu in Butcher Bay, doch stets ist die Atmosphäre so dicht, dass man schon nach wenigen Minuten völlig in die Handlung eintaucht und mit einem Grinsen im Gesicht Riddick's unglaublich coole Sprüche miterlebt. Herr Diesel mag vielleicht kein begnadeter Schauspieler sein, doch was den Coolness-Faktor angeht, kann man ihn sicherlich als den ungekrönten Erben von Mister "Gouvernator" Schwarzenegger bezeichnen. Doch auch neben Riddick glänzen erstklassige, wenn auch stereotype Charaktere wie der gemeine Gefäüngnisdirektor oder der leicht durchgeknallte "Aboriginal-Medizinmann". Außer obligatorischen Schocker-Einlagen à la "Alien", bei denen es alles andere als zimperlich zugeht (FSK 18), bringt vor allen Dingen ein Feature neben der grafischen Raffinesse auch spielerische Relevanz: Riddick's neue Augen, die er im Verlauf des Spiels auf mysteriöse Weise erhält, ermöglichen durch "Arbeit" im Dunkeln neue taktische Komponenten und tolle, spannungsgeladene Interaktivität.

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