Test Shadows of the Damned - Seite 2

Der Totenkopf Johnson ist multifunktional und fungiert hauptsächlich als durchsetzungsfähige Waffe.Der Totenkopf Johnson ist multifunktional und fungiert hauptsächlich als durchsetzungsfähige Waffe.

Babys mögen Erdbeeren - und Gehirne

Größtenteils ballert ihr euch in der Hölle durch Dämonenhorden, manchmal bricht aber auch Finsternis herein und ihr werdet panisch. Schließlich saugt die Dunkelheit Garcia Leben aus. Fix schaut ihr euch nach einer Lichtquelle um, etwa eine Lampe (in Form eines lebendigen Ziegenkopfes). Schießt ihr diese mit einem Lichtschuss der Pistole ab, verzieht sich die energiezehrende Finsternis. Ist allerdings keine Ziege vorhanden, heißt es schnell zu sein und einen Ausgang zu finden. Ab und zu verstärken Knöpfchendrück-Sequenzen diese Panik noch.

Ruhiger geht es bei den Rätseln zu, die vorrangig bloße Kombinationsaufgaben sind. So lassen sich verschlossene Türen öffnen, wenn ihr dem Türschluss, einem Babykopf, seine Lieblingszutat bringt: eine Erdbeere, ein Gehirn oder Augäpfel. Die liegen in den linearen Spielebenen offen herum, das fordert euch kaum Grips ab. Dafür lockern das Höllenszenario kleine Minispiele wie Dämonenbowling oder 2D-Scrolling-Abschnitte auf. An Abwechslungsreichtum mangelt es Shadows of the Damned also kaum.

Alte Videospielschule: Größere Widersacher haben rot markierte Schwachstellen, die zum Schießen einladen.Alte Videospielschule: Größere Widersacher haben rot markierte Schwachstellen, die zum Schießen einladen.

Horror trifft auf Sex

In den rund zehn Spielstunden wird euch nie langweilig. Das liegt nicht zuletzt an der genialen Präsentation. Die abstoßenden Schauplätze sind facettenreich und Besuche auf einem düsteren mexikanischen Stadtmarkt sind genauso spektakulär wie die in maroden Arenen. Darüber hinaus passt die übertriebene Gewaltdarstellung zur Szenerie. Den Zombies platzen comichaft die Köpfe oder sie verlieren stark blutend Gliedmaßen. Genauso überzogen stellen die Entwickler die Sexualität dar. Nicht nur in Form der anzüglichen Sprüche von Garcia, sondern auch mittels einiger Spielelemente. So befindet sich etwa ein Teleporter im Genitalbereich einer Frau, in diesen der Held freudig hineinspringt. Oder Paula taucht plötzlich in heißer Unterwäsche auf. Skurril sind außerdem die einäugigen Kreaturen. Sehen sie euch, machen sie sich sprichwörtlich ins Hemd. Ihre Exkremente dienen dann als Speicherpunkt.

Das Spiel baut so eine einzigartige Atmosphäre auf, irgendwo zwischen Horror und Erotik. Dies untermalt Akira Yamaoka, bekannt als Silent Hill-Komponist, mit einer tollen Musikkulisse. Die reicht von leisen Pianomomenten bis hin zu harten Gitarrenriffs. Ärgerlich, dass die Inszenierung aus technischer Sicht so altbacken ausfällt und die Entwickler mit der Unreal-Engine scheinbar nicht vertraut sind - detailreiche Mimik und scharfe Texturen sucht ihr vergebens.

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