Test Resident Evil - Mercenaries - Seite 4

Ein solcher Bosskampf stellt dramaturgisch den Höhepunkt des Spiels dar.Ein solcher Bosskampf stellt dramaturgisch den Höhepunkt des Spiels dar.

Mehrspieler-Modus und anderer Durchschnitt

Für bessere Überlebenschancen könnt ihr wie in vielen Rollenspielen vorher bestimmte Fähigkeiten ausrüsten, deren Wirkung sich nach mehrmaliger Anwendung steigert. So gibt es Fähigkeiten, die eure Abwehrkraft erhöhen oder die Bedienung der Waffen erleichtern. Grafisch bleibt The Mercenaries aber Mittelklasse. Der 3D-Effekt hätte stärker ausgeprägt sein können. Richtig beeindruckend wirkt er nicht - selbst wenn der 3D-Regler am Anschlag steht.

Beobachtet ihr Gegner im Hintergrund, seht ihr, dass sie sich abgehackt bewegen. Das liegt wohl an geringfügigen Ladeschwierigkeiten und hat nichts mit den motorischen Einbußen zu tun, die das Zombiedasein mit sich bringt. Die Akustik des Spiels ist nicht Besonderes, aber gelungen. Die Sprachausgabe ist auf Englisch, es gibt aber deutsche Untertitel. Der Mehrspieler-Modus macht zwar Spaß, aber er besteht bloß aus den Missionen des Einzelspieler-Modus. Ihr könnt in einem lokalen Spiel oder online mit Verbündeten oder Gegnern spielen. Ein paar eigens für Mehrspieler-Partien hergerichtete Szenarios und Modi hätten dem Spiel gut getan.

So detailliert eure Umgebung auch ist, so wenig gibt es in ihr zu entdecken.So detailliert eure Umgebung auch ist, so wenig gibt es in ihr zu entdecken.

Capcoms Flohmarktphobie - der Spielstand lässt sich nicht löschen

Der Umfang ist ernüchternd gering. Nach drei bis vier Stunden und knapp 30 Mini-Missionen ist Schluss. Allerdings besteht der Reiz des Spiels darin, die Punktzahlen zu verbessern, Charaktere freizuspielen und Medaillen für besondere Leistungen zu verdienen. Allzu lange motiviert das aber bestimmt nicht jeden. Für weiteren Zeitvertreib sorgt wenigstens noch eine Demo-Version des kommenden Resident Evil - Revelations, die sich auf dem Modul befindet.

Ein bedeutender und auf den ersten Blick unerklärlicher Schwachpunkt des Spiels ist die fehlende Möglichkeit, den Spielstand zu löschen. Jede eurer Leistungen prägt sich unabänderlich in den Kartenspeicher ein. Vermutlich will Capcom so den Markt für Gebrauchtspiele eindämmen, obwohl der Vizepräsident von Capcom USA dies offiziell dementiert. Wer sich das Spiel gebraucht kauft, muss aber mit diesem Nachteil leben. The Mercenaries ist seinen eigenen Ansprüchen nach ein ordentliches Spiel, aber eben kein Resident Evil, wie ihr es kennt und wahrscheinlich erwartet. So wie Link's Crossbow Training kein vollwertiges Zelda ist, ist auch The Mercenaries nur ein Resident Evil gegen lurzfristige Langeweile.

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