Test Stunt GP

von Gerd Schüle (13. September 2001)

Die Entwickler von Team 17 haben vor Kurzem ein neues Spiel herausgebracht. Wer jetzt aber an eine Neuauflage von "Worms" denkt , liegt völlig falsch. In "Stunt GP", das ein reinrassiges Rennspiel ist, können einst gehegte Jugendträume auf dem heimischen PC realisiert werden. Mit ferngesteuerten Modellautos rast man um die Wette oder vollbringt halsbrecherische Stunts. Was uns in diesem Spiel alles erwartet, erfahrt ihr in unserem Test.

Sieht schlecht aus vor unsSieht schlecht aus vor uns

Wie bei den Würmern - klein aber fein

Team 17 wäre sich selbst untreu, wenn sie ein stinknormales Rennspiel herausbringen würden. Das innovative Entwicklerteam aus England stellt darum nicht echte Autos in den Mittelpunkt ihres neuen Spiels, sondern kleine aber rasante Modellautos. Sicherlich denken jetzt manche sofort an "Revolt", bei dem man ebenfalls mit ferngesteuerten Modellflitzern durch die Gegend heizte. Also doch nichts Neues? So gesehen gibt es keine Möglichkeit, ein neuartiges Rennspiel zu entwickeln, denn Rennsimulationen mit echten Autos gibt es ebenfalls genügend. Im Gegensatz zu "Revolt" lässt Team 17 seine Modellautos in "Stunt GP" dort, wo sie auch hingehören: auf sehr originell gestalteten Carrera ähnlichen Modellbahnen. Zudem haben die Entwickler eine originelle Idee ins Spiel eingebaut. Die Elektrofahrzeuge haben nicht genügend Energie, um ein komplettes Rennen ohne einen Aufladestopp zu überstehen. Wenn man allerdings während des Rennens gekonnte Stunts hinlegt, wird dadurch die Batterie neu aufgeladen.

Gelungene LichteffekteGelungene Lichteffekte

Allerdings hat das ganze einen Haken, denn bei einem Unfall wird Energie abgezogen. Ein weiterer Energiefresser ist der zuschaltbare Booster, der die Modellfahrzeuge extrem beschleunigt. Vollbringt man genügend Stunts, kann man dieses nützliche Extra dafür ausgiebig benutzen. Dadurch ergibt sich eine gelungene taktische Variante im Spiel, die sich sowohl im Arcademodus als auch in der Saison auswirkt. Bei den Einzelrennen spielt das ganze dagegen eher eine untergeordnete Rolle, außer man wählt eine entsprechend lange Renndistanz. Der Höhepunkt des Spieles ist aber der witzige Stuntmodus. Grundlage dafür ist ein Halfpipe-ähnlicher Parcours, in dem man möglichst viele halsbrecherische Flugeinlagen absolvieren sollte. Dafür bekommt man Punkte, je besser der Stunt, desto höher die Punktzahl. Zudem läuft der Punktezähler ständig weiter während man sich in der Luft befindet. In 90 Sekunden sollte man eine möglichst hohe Punktzahl für die Highscore-Liste erreichen.

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