Dragon Ball - Mangas, Spiele, Zensurbalken und Geldgier - Neues Quartal - neues Spiel und Wenn Entwickler das Training vernachlässigen

(Special)

Wenig verführerisch wirken die Kämpfe im 1991 fürs NES erschienenen Dragon Ball Z II: Gekishin Freeza.Wenig verführerisch wirken die Kämpfe im 1991 fürs NES erschienenen Dragon Ball Z II: Gekishin Freeza.

Neues Quartal - neues Spiel

Die schlampige Arbeit der Entwickler wird besonders auffällig, als Anfang der 90er-Jahre in immer kürzeren Abständen Dragon-Ball-Spiele auf den Markt schwemmen. Das hat vor allem damit zu tun, dass die Serie, die noch lange nicht abgeschlossen ist und als Anime nun Dragon Ball Z heißt, immer reizvoller für die Entwickler wird. Son-Goku ist inzwischen zu einem bärenstarken Kerl herangewachsen und bekommt sogar Besuch von außerirdischen Kriegern, den Saiyajins. Von ihnen erfährt Son-Goku, dass er zu ihrem Volk gehöre, aber als Verräter gelte, weil er die Erdlinge noch nicht seiner Bestimmung gemäß ausgerottet habe. Das wollen die Saiyajins jetzt nachholen.

Es folgen erbitterte Gemetzel, die mit ihren infernalischen Explosionen eher an einen Atomkrieg in Tateinheit mit Asteroiden-Bombardement erinnern als an drei sich hauende Männer. Das alles wirkt so archaisch-männlich, heroisch und damit kundenwirksam, dass Bandai zwischen 1990 und 2011 ganze 37 Spiele mit dem Kundenköder "Dragon Ball Z" im Titel herausgibt.

Eines von zahllosen Dragon-Ball-Z-Kampfspielen aus den frühen 90ern: Dragon Ball Z: Super Butoden (SNES, 1993).Eines von zahllosen Dragon-Ball-Z-Kampfspielen aus den frühen 90ern: Dragon Ball Z: Super Butoden (SNES, 1993).

Wenn Entwickler das Training vernachlässigen

Allerdings interessieren sich lange Zeit nur die Japaner und Franzosen für die Spiele. Frankreich ist 1993 das erste Land außerhalb Asiens, in dem die Mangas erscheinen. Bis weit in die Neunziger Jahre hinein gelangen nur wenige ausgewählte Spiele ins restliche Europa und in die Vereinigten Staaten. Die Schwerpunktverlagerung auf immer ausgedehntere Kämpfe findet nicht nur im Manga statt, sondern sorgt auch dafür, dass bald fast alle Dragon-Ball-Spiele nur noch einem Genre angehören: dem Prügelspiel.

Aber die Entwickler lassen sich selbst keine Zeit, weil schon längst das nächste Dragon Ball auf der Agenda steht. Die Folge sind NES-Spiele wie Dragon Ball Z Gaiden: Saiyajin Zetsumetsu Keikaku, die noch 1993 so aussehen wie Produkte aus den tiefsten 80ern. Und SNES- und Megadrive-Spiele, die über das 8-Bit-Niveau nicht hinauskommen. Die dreiteilige Reihe Super Butoden ist ein gutes Beispiel dafür.

Weiter mit: Son-Gokus Triumphe und Bandais Schlappen und Das Ende der Manga-Serie und abstruse Spiele

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