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Warzone 2100 (PC)

Artikel veröffentlicht am 01.06.1999

Durch die rekordverdächtigen Release-Verschiebungen von Tiberian Sun werden die Anhänger von Echtzeitstrategiespielen auf eine harte Probe gestellt. Dies nahmen sich die Pumpkin Studios und Eidos Interactive zu herzen und veröffentlichten vor kurzem das Echtzeitstrategiespiel Warzone 2100.

Die Story ist typisch für ein Strategiespiel, welches in der Zukunft spielt. Nachdem im Jahr 2085 durch eine Fehlfunktion der NASDA Verteidigungssatelliten der größte Teil der Weltbevölkerung ausgelöscht wurde, machen sich die Überlebenden im Jahr 2100 auf, eine neue Welt zu erschaffen. Allerdings sind die Überlebenden in verschiedenen Gruppierungen tätig, wodurch Auseinandersetzungen vorprogrammiert sind!

Da das Spiel eine komplett neue Steuerung (im Vergleich zu Spielen wie Alarmstufe Rot und StarCraft) benutzt und auch die Entwicklung von neuen Technologieen komplexer ist als in anderen Echtzeitstrategiespielen, ist es empfehlenswert, zuerst das gut gelungene Tutorial durchzuarbeiten. Ist man mit der Steuerung und den Grundsätzen des Spiels vertraut, kann es auch schon losgehen!

Am Anfang des Spiels muß man eine Basis aufbauen. Anschließend macht man sich mit einigen Einheiten auf den Weg, nach Artefakten zu suchen. Jedes Artefakt verhilft der Forschung zu einer neuen Entwicklung . Anders als in anderen Strategiespielen gibt es in Warzone 2100 keine vorgegebenen Einheiten, vielmehr kann man aus bereits erforschten Bauteilen (Waffe, Panzerung, Reifen bzw. Ketten) eigene Einheiten konstruieren.

Dies klingt zwar sehr verlockend, allerdings ist man in den Möglichkeiten recht beschränkt, wenn man alle unsinnigen Kombinationen außen vor lässt. Ein weiteres Manko: Die konstruierten Einheiten lassen sich im Kampfgeschehen leider nur sehr schwer auseinanderhalten, da sie alle ziemlich gleich aussehen.

In den einzelnen Missionen fängt man nicht jedes Mal an, eine neue Basis aufzubauen, vielmehr steht die bereits vorhande Basis immer zur Verfügung und wird weiter ausgebaut. Die Spielkarte wird dabei von Mission zu Mission größer. Eine Ausnahme sind die Einsätze in Fremdgebieten, bei denen man mit einem Transporter Einheiten an einen Kampfschauplatz bringt. Die wichtigsten Funktionen der Basis sowie der Transporter lassen sich in diesen Missionen über Menüs steuern. Beim Testen des Spiels hat mich das sture Verhalten der Einheiten - insbesondere während großer Schlachten - einige Nerven gekostet. So fahren manche Einheiten zur Basis, ohne daß man ihnen einen solchen Befehl gegeben hat. Dies wäre nicht weiter schlimm, wenn man sie zurückdirigieren könnte, was leider nicht funktionierte. Auch kam es häufig zu Staus an Engpässen, die so gut wie nicht mehr aufzulösen waren.

Das besondere an Warzone 2100 ist, daß das gesamte Spiel dreidimensional gestaltet ist. Dadurch kann man den Blickwinkel auf das Kampfgeschehen frei einstellen, lediglich einige Berge können die Sicht behindern und so eine Kameraposition unmöglich machen. Auf Explosionen wurde sehr viel Wert gelegt, daher sind diese grafisch auch sehr ansprechend. Die Landschaften in Warzone 2100 sehen leider sehr trist aus, meiner Meinung nach passen die Einheiten nicht gut in diese Grafiken, da sie im Verhältnis zu den Grafiksets (Mittlerer Westen, Stadtgebiete, Rocky Mountains) sehr künstlich aussehen.

Fazit:

Die Pumpkin Studios haben mit Warzone 2100 dem Echtzeitstrategie-Genre einen 3D-Modus beschert und das Entwickeln eigener Einheiten möglich gemacht. Der 3D-Modus ist am Anfang zwar sehr reizvoll, geht meiner Meinung nach allerdings zu Lasten der Übersichtlichkeit und somit auch zu Lasten des Spielspaßes. Trotz einiger Mankos ist Warzone 2100 ein gutes Echtzeit-Strategiespiel, mit dem man die Wartezeit auf Tiberian Sun überbrücken kann.

spieletipps meint:
80

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