Test Die Vieh-Chroniken: Eines der lustigsten Adventures

von Christian Detje (27. Oktober 2011)

Ein sprechendes Flugschiff. Ein Polar-Forscher, der sich für den Yeti hält. Hyperaktive Pinguine - klingt nach einem eher ungewöhnlichen Adventure? Stimmt!

In der Kälte: Nates fusseliger Gefährte klingt übrigens wie ein Tintenstrahldrucker, wenn er spricht.In der Kälte: Nates fusseliger Gefährte klingt übrigens wie ein Tintenstrahldrucker, wenn er spricht.

Die Die Vieh Chroniken erzählt die Vorgeschichte von The Book of Unwritten Tales, das als eines der schönsten, deutsches Adventure gilt. Ihr erfahrt, wie der Hauptdarsteller und Glücksritter Nate Bonnett das sogenannte Vieh getroffen hat, unförmige Fellbündel, die der Sesamstraße entsprungen zu sein scheinen.

Und diese Geschichte ist so irrsinnig wie genial. Für abwegige Gegenstandskombinationen á la MacGyver ist das Genre bekannt, und dieses Exemplar macht da keine Ausnahme. Mit der linken Maustaste seht ihr euch ein Objekt an und bedient euch aus dem Inventar. Die Leer-Taste zeigt, was ihr untersuchen könnt, erspart euch das Knobeln aber nicht.

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Das erwartet euch in "Die Vieh-Chroniken"

Mit zehn Stunden Spielzeit sind die Vieh-Chroniken kürzer als der Vorgänger, dafür unglaublich witzig und von namhaften Sprechern hervorragend synchronisiert. Nur mit den Rätseln hat es der Bremer Entwickler King Art oft übertrieben:

Während der Konkurrent Harveys Neue Augen durchaus Hinweise gibt, sind die Vieh-Chroniken hier eher geizig und die Lösungen lustig aber abstrus.

Fakten:

  • gelungener Humor
  • liebenswert-absurde Charaktere
  • bühnenreife Synchronisation
  • wendungsreiche Story
  • Nate und die Viecher spielbar
  • gelungene Sound-Effekte
  • ausdrucksstarke Mimik und Gestik
  • hübsch gerenderte Hintergründe
  • relativ kurz
  • nur wenige Schauplätze
  • es mangelt an Hinweisen
  • Rätseln mangelt es an Logik
  • einige Animationen wirken hölzern
  • oft fehlen die Schatten
  • Inventarbedienung hakt manchmal

Meinung von Christian Detje

"Na, das ist bestimmt wieder so ein Herr-der-Ringe-Verschnitt", dachte ich, als ich den Titel des Spiels las, denn den Vorgänger kannte ich damals nicht. Aber keine Einschätzung hätte weiter daneben gehen können.

Die Welt der Unwritten Tales ist eine surreale Mischung aus der echten und einer Tolkien-artigen Welt, gewürzt mit Science-Fiction-Elementen, die mich an japanische Rollenspiele erinnern. Außerdem ist die Geschichte toll und sogar künstlerisch wertvoll verpackt. Mehrere Handlungsstränge nähern sich erst nach und nach an.

Aber vor allem ist das Spiel rasend komisch! Ein Beispiel? Die Tierschützerin Petra ist überzeugte Vegomanin. Das ist jemand, der keine Tiere isst, nichts, was von Tieren stammt, und nichts, was Tiere gerne essen würden oder schon gegessen haben. Oh Mann. Ein kooperativer Mehrspieler-Modus wäre das Sahnehäubchen gewesen.

84

meint: Lustige und wahnwitzige Abenteuer-Tour, die technisch nicht ganz auf der Höhe ist. Dennoch: Facettenreichere Charaktere trefft ihr selten!

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