Test Stronghold 3 - Editor, Ehre, Fakten und Meinung

Editor, reale Burgen und freies Bauen

Absolviert ihr die Kampagne erfolgreich, gibt es noch weitere Möglichkeiten, euch mit Stronghold 3 die Zeit zu vertreiben. Ihr könnt von anderen Spielern Benutzerkarten runterladen und selbsterstellte Missionen spielen.

Mit Fallen kann man so manche auswegslose Schlacht zum positiven WendenMit Fallen kann man so manche auswegslose Schlacht zum positiven Wenden

Oder ihr kreiert gleich selbst eine per Editor. Im Modus "Historischen Belagerung" stürmt oder verteidigt ihr reale Burgen. Auch eine witzige Idee. Hierbei braucht ihr nicht eure Wirtschaft von Anfang an aufbauen, sondern platziert lediglich eure Truppen taktisch an den entscheidenden Stellen.

Im "Freies Bauen"-Modus habt ihr die Möglichkeit, eure Burg zu einer gigantischen Festung zu erweitern. In diesem Modus kümmert ihr euch ausschließlich um die eigene Wirtschaft und bleibt von feindlichen Angriffen verschont. Lediglich die zufälligen Ereignisse könnten eurer Burg ein Stolperstein sein. Was hier fehlt ist ein ein Option, auch gegen Computergegner antreten zu können. Wo ist der "Königsmacher"-Modus aus Stronghold 2?

Ehre - ein wichtiges Gut

Wie schon im zweiten Teil, sammelt ihr als Burgherr mit der Zeit Ehre. Die erhaltet ihr über Bankette, also rauschende Feste. Hierfür braucht ihr besondere Waren. Je größer die Bankette werden, umso mehr Ehre heimst der Burgherr ein.

Noch üben die Henker an Kürbissen.Noch üben die Henker an Kürbissen.

Doch was bringt dem Burgherrn Ehre? Mittels dieser Ehre verbessert ihr euren Burgfried, bildet fortgeschrittene Truppen aus und baut besondere Gebäude. Zusätzlich dürft ihr im Mehrspielermodus euren Rang durch Ehre erhöhen.

Unnötige Schwächen

Während die Entwickler in Spielinhalte und Wirtschaftsprozesse offenbar viel Mühe investiert haben, zeigt die küntliche Intelligenz Mängel. Besonders im Modus "Historischen Belagerung" fallen diese Schwächen auf: Der Computertruppen greifen teilweise sogar scheinbar wahllos die Burg an. Trotz offener Burgtore gehen die Truppen nicht in das Innere der gegnerischen Burg, sondern bombardieren die Stadttore.

Vor jeder Mission könnt ihr euch beliebig viele Tipps anschauen.Vor jeder Mission könnt ihr euch beliebig viele Tipps anschauen.

Während die Hälfte der Truppen schon sinnfrei die nächste Mauer attackieren, ist der Rest noch bei der ersten Burgmauer und nimmt diese Stück für Stück auseinander. Wohlgemerkt: Das primäre Ziel ist, den Burgfried zu zerstören. Stattdessen reißen die Burschen einfach die komplette Burg ab.

Auch bevorzugen die gegnerischen Einheiten des Öfteren die Stadtmauern. Praktisch, denn so könnt ihr sie mit nahe stehenden Fernkampfeinheiten problemlos töten. Auch ein paar andere Ungereimtheiten fallen nach und nach auf und stören dann den Spielfluss. Hier besteht dringend Nachbesserungsbedarf!

Fakten:

  • immense Baumöglichkeiten
  • Wirtschafts- und Kriegskampagne
  • fordernder Mehrspielermodus
  • gelungenes Ereignissystem
  • Weltrangliste vorhanden
  • Editor für eigene Karten
  • Computerintelligenz mangelhaft
  • Einsteigerunfreundlich
  • freies Spiel nur ohne Gegner
  • nur ein Geschwindigkeitsmodus
  • maue Grafik
  • wenig Karten

Meinung von Christoph Handau

Burgtürme mit Katapulten, Fallen, Burggräben - genau das wünsche ich mir von einer Burg-Simulation. Das Spektrum an Möglichkeiten ist immens und das Wirtschaftssystem ausgereift. Die Grafik scheint jedoch auf der Strecke geblieben: Der Glanz früherer Teile ist verpufft. Auch Kriege vernachlässigen die Entwickler, denn die künstliche Intelligenz vom Gegenspieler scheint unausgereift. Es gibt zahlreiche Situationen, in denen ich am liebsten dem Computerfeind aus Mitleid unter die Arme greifen will.

Stronghold-Einsteiger haben zudem anfangs bestimmt Schwierigkeiten, gegen die Wolfsscharen anzukommen und gleichzeitig die Wirtschaft am Laufen zu halten. Nicht selten verliere auch ich so meine ganze Bevölkerung durch drei Wölfe. Ärgerlich. Und weshalb darf ich kein freies Spiel gegen den Computer starten? Einer der größten Spaßfaktoren fehlt dadurch. Auch wenn das Spiel kein kompletter Murks ist, könnten Stronghold-Anhänger von Teil 3 eher enttäuscht sein.

59

meint: Dieses Spiel hätte so gut werden können - momentan stören aber zu viele kleine Nicklichkeiten den Burgherren-Alltag.

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