Test Zelda Skyward Sword - Fakten und Meinung

Die zweite Hälfte und fehlende Sprachausgabe

Im Laufe von Skyward Sword rückt ihr dem fiesen Gegenspieler Ghirahim (nein, nicht Ganon) immer näher auf die Pelle. Unerwartete Wenden fehlen der Geschichte jedoch. Umso mehr überraschen aber die Aufgabenstellungen in der zweiten Spielhälfte.

Mit dem Schiff durch die Wüste - Skyward Sword beweist immer wieder Einfallsreichtum.Mit dem Schiff durch die Wüste - Skyward Sword beweist immer wieder Einfallsreichtum.

Dann besucht ihr bereits bekannte Orte abermals und legt neue Passagen und Bereiche frei. So erwarten euch gefährliche Seelensuchen, ebenso sucht ihr unter Wasser nach Melodie-Noten. Der spätere Spielablauf sprudelt nur so vor spielerischen Ideen. Allerdings latscht ihr dafür auch von Pontius nach Pilatus.

Abseits Verbesserungen wie den ringförmigen Ausrüstungsmenüs und der Zielsuche per Ego-Sicht zeigt sich Skyward Sword konservativ. Nintendo spart sich weiterhin eine Sprachausgabe für ihre Charaktere, Dialogoptionen sind weitgehend unnütz.

Optisch ist die Welt in einen bunten Malerei-Stil getaucht, der Landschaften wie ein Gemälde wirken lässt. Der Pinsel-Grafikfilter kaschiert die teils groben Texturen. Im Gegensatz zum düsteren Vorgänger Twilight Princess strahlt das Spiel förmlich.

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Fakten:

  • umfangreichstes Zelda-Spiel
  • bewährte Spielmechanik
  • intuitive Schwertsteuerung
  • ideenreiche Ausrüstung
  • stimmige Pinsel-Optik
  • erhebender Orchestersoundtrack
  • zweite Spielhälfte mit frischen Ideen
  • teils unnötigen Längen
  • besiegte Gegner kommen wieder
  • Harfe kaum nutzbar
  • Wolken-Oberwelt mit wenig Aktivitäten

Meinung von Thomas Stuchlik

Skyward Sword fesselt mich von der ersten bis zur letzten Spielminute. Und das obwohl das Spiel auf bekannte Serienelemente verzichtet wie das Angeln, Verwandlung und Parallelwelten.

Die gewohnt brilliante Spielmechanik (Schalterrätsel, Tempel-Schemata) motiviert dank der zeitlosen Gestaltung auch heute noch. Dennoch darf sich Nintendo langsam etwas Neues einfallen lassen. Gleichzeitig ist das jüngste Zelda auch das umfangreichste: Sammler und Herzteil-Jäger können sicherlich 60 Stunden in der Skyward-Welt verbringen.

Die Kämpfe fallen zudem erheblich anspruchsvoller zu den Vorgängern aus. Das mit der Wii-Fernbedienung geführte Schwert erweitert die Spielerfahrung mit vielschichtigen Duellen.

Aber Achtung: Ihr benötigt hierfür zwingend Motion Plus - ohne funktioniert das Spiel nicht. Gleichzeitig bleiben mir die ausartenden Laufarbeiten von Twilight Princess großteils erspart. Für mich ein gelungener Abschied Zeldas von der mittlerweile betagten Wii-Konsole.

91 Spieletipps-Award

meint: Nintendos ideenreiches Abenteuer-Meisterwerk besticht mit intuitiver wie spaßiger Schwertführung und erweist der Wii die letzte Ehre.

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