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Tiger Woods PGA Tour 2000 (PC)

Artikel veröffentlicht am 15.07.2000

Obwohl EA-Sports bei den meisten Sportspielen Marktführer ist, hinkt EA-Sports bis heute bei Golfsimulation dem Referenztitel "Links LS 2000" hinterher. Mit "Tiger Woods 2000" unternehmen sie nun einen neuen Versuch, den Konkurrenztitel zu übertrumpfen. Unser Test soll zeigen, wie gut das EA-Sports gelungen ist. Von Gerd Schüle

Das Spiel: Natürlich dreht sich in "Tiger Woods 2000" alles um den Edelsport auf grünem Rasen: um Golf. Man schlüpft in die Rolle eines Golfprofis, um die PAG TOUR zu gewinnen. Dabei spielt man auf allen acht Kursen, die das Spiel zu bieten hat. Aber nur wer gut ist, gewinnt die TOUR-Meisterschaft. Deshalb ist es gut, wenn man zuerst im Training sein Geschick im Golfspiel einübt. Oder man tritt auf einem einzelnen Kurs gegen ausgewählte Gegner an. Wer will, kann sich auch einen eigenen Golfer erstellen und dazu sein eigenes Gesicht importieren, wenn er es als Bilddatei vorliegen hat. Anfängern wird der Einstieg ins Spiel sehr erleichtert durch die Anpassung des Schwierigkeitsgrades und außerdem kann man noch einige andere Einstellungen vornehmen, wie z. B. das Einschalten einer Schlaghilfe. "Tiger Woods 2000" bietet also jede Menge an Möglichkeiten an, um sich im Golfsport zu bewähren.

Zielfahne in Sicht

Grafik: Die größte Schwäche der Tiger Woods-Serie war und ist die Grafik, und leider hat sich auch im neusten Ableger daran nichts geändert. Trotz 3D hinkt das Spiel in Sachen Grafik seiner Konkurrenz hinterher. Zwar ist der Golfspieler recht gut modelliert, und auch die Kurse sind sehr ansehnlich gestaltet, aber der Golfer ist deutlich erkennbar auf die Hintergrundgrafik aufgeklebt. Das sieht nicht gut aus und ist heutzutage auch wesentlich besser zu bewerkstelligen.

Tiger Woods kann grafisch nicht überzeugen.

Auch in Sachen Animationen hat "Tiger Woods 2000" sehr wenig zu bieten. Bäume stehen unbewegt im Wind und Zuschauer sitzen und stehen steif in der Landschaft, so als ob sie tot wären. Zudem hört man Tierstimmen, ohne die dazugehörigen Tiere irgendwann auch nur einmal zu Gesicht zu bekommen. Lediglich die Bewegungen des Golfspielers sind sehr gut umgesetzt und auch das Intro beim Spielstart ist hervorragend, ansonsten hat die Grafik nur Mittelmaß zu bieten.

Tiger in Action!

Sound: Soundmäßig ist im Spiel nicht viel enthalten. Ausser den vom Schläger verursachten Geräuschen und den bereits erwähnten Tierstimmen ist nur noch ein englischer Kommentar zu hören, den man aber zum Glück abstellen kann. Wenigstens sind jedoch die mager vorhandenen Soundeffekt gut umgesetzt. Selbstverständlich kann man heutzutage auch in diesem Punkt wesentlich mehr erwarten.

Gespielt wird mit einem dreifachen Mausklick.

Bedienung: In Sachen Bedienung kann "Tiger Woods 2000" glänzen. Sie ist sehr schnell zu erlernen und dann auch gut zu beherrschen. Frei nach Wunsch kann man das Spiel entweder komplett mit der Tastatur steuern oder eine Mischung aus Maus und Tastatur wählen, allerdings ist die Steuerung nicht frei konfigurierbar. Da, wie in Sportspielen leider üblich, kein Tutorial vorhanden ist, sollte man einen Blick ins brauchbare Handbuch werfen.

Fazit:"Tiger Woods 2000" kann es mit dem übermächtigen Konkurrenten "Links" nicht aufnehmen. Sowohl in puncto Grafik als auch in Bezug auf Ballphysik ist "Links 2000" das wesentlich bessere Spiel. Einzig in der Anzahl der Spielmöglichkeiten und der Kurse hat "Tiger Woods 2000" mehr zu bieten. Ob dies allerdings als Kaufargument ausreichend ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, ich persönlich gebe "Links" den Vorzug. Obwohl EA-Sports in Sachen Sportspiele der unumstrittene Marktführer ist, können sie es in dieser Sparte mit dem Referenztitel nicht aufnehmen.

spieletipps meint:
60

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