Test Lego Harry Potter: Klötzchen-Harry winkt zum Abschied

von Jens-Magnus Krause (30. Dezember 2011)

Entwickler Traveller's Tale macht es bereits zum zweiten Mal - Harry Potter und Lego kombinieren. Das Ergebnis ist düsterer, kommt aber mit gewohntem Witz und Sammeltrieb.

Harry staunt auch im Spiel nicht schlecht über Dumbledores Wissen und Künste.Harry staunt auch im Spiel nicht schlecht über Dumbledores Wissen und Künste.

Der Untertitel von Lego Harry Potter - Die Jahre 5-7 verrät bereits auf der Packung, worum sich die Geschichte im Spiel dreht: um die Ereignisse aus den letzten drei Büchern von Joanne K. Rowling. Alle Abenteuer von Harry und seinen Gefährten spielt ihr aber nicht nach, sondern nur die schönsten und bekanntesten.

Zu Beginn sind diese simpel: Ihr müsst beispielsweise mit eurem Cousin Dudley wegen eines nahenden Sturms einen Spielplatz verlassen. Das gelingt natürlich erst, nachdem ihr euch mit der Steuerung vertraut gemacht habt. Und hier gilt: Wenn ihr jemals einen Lego-Ableger ( wie zum Beispiel Lego Star Wars 3 - The Clone Wars) gespielt habt, könnt ihr sofort loslegen. Andernfalls übrigens auch.

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Test: Harry Potter - Die Jahre 5-7

Denn das Knöpfchen-Drücken ist für Kinder und Erwachsene ein Klacks. Später im Spiel ändert sich weder an der Steuerung, noch an der Komplexität der eher seichten Geschichte etwas.

Lego-Münzen regieren die Hogwarts-Welt

Die Entwickler kurbeln euren Lego-Sammeltrieb immer wieder an: umso mehr Goldstücke ihr einsteckt, desto mehr Abschnitte und Charaktere schaltet ihr frei. Erstere unterscheiden sich nicht nur durch die an Original-Schauplätze angelehnte Optik voneinander, sondern auch durch die Rätsel.

Besonders die guten Gesichtsanimationen machen die Zwischensequenzen lebhaft.Besonders die guten Gesichtsanimationen machen die Zwischensequenzen lebhaft.

Die Charaktere unterscheiden sich dabei über in ihren Fähigkeiten. Euer Lego-Harry kann die schwersten Klötze per Zauberspruch bei Seite schaffen. Dudley setzt für die gleiche Aufgabe sein Körpergewicht ein. Das Spiel ist mit jedem Charakter zu schaffen - wechseln könnt ihr jederzeit.

Obwohl die Geschichte im Hintergrund verebbt und jeder der 24 Abschnitte aus Gegner bekämpfen, Gegenstände zerstören, versteckte Münzen einsammeln und Rätsel lösen besteht, haben besonders Entdeckergeister ihren Spaß. Der Unterhaltungswert nährt sich auch aus dem für Lego-Spiele typischen Humor. Wann habt ihr bitteschön schonmal Harry neben Snake schaukeln sehen?

Von der Verbesserung zur Verzauberung

Großartige Neuerungen sucht ihr vergebens, aber ein Detail ist erwähnenswert: die Schnellfeuertaste. Endlich lasst ihr ohne vorheriges Anvisieren Schüsse oder Zaubersprüche los. Eine Verbesserung, die euch das ein oder andere Überleben sichert.

Die Lego-Figuren fügen sich prima in die stimmungsvolle Hogwarts-Atmosphäre ein.Die Lego-Figuren fügen sich prima in die stimmungsvolle Hogwarts-Atmosphäre ein.

Zum Beispiel in den Bosskämpfen. Hier gilt es, den farblich richtigen Zauberspruch auszuführen und im anschließend die richtigen Knöpfe zu drücken. Dann verliert der Gegner einen Lebenspunkt. Leider entwickelt sich dieses Muster im Verlauf des Spiels nicht weiter. Die Endgegner verkommen so zu eintönigen Knöpchfen-Drück-Passagen.

Überzeugender ist die Atmosphäre des Spiels: Lego-Bausteine in hochauflösender Grafik, original lizenzierter Film-Musik, lustige Gesichtsanimationen auf knuffig aussehenden Charakteren und eine Umgebung, die samt wunderschönem Hogwarts-Express nicht nur Kinder verzaubert.

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Die Kernelemente des Spiels

Fakten:

  • Splitscreen-Koop
  • eingängige Steuerung
  • unterhaltsame Rätsel
  • liebevolle Charaktere
  • humorvoll
  • stimmige Atmosphäre
  • Original-Musik
  • Belohnungssystem
  • kein Online-Koop
  • kaum Neuerungen
  • monotone Bosskämpfe
  • wenig Abwechslung
  • zu einfach
  • keine Sprachausgabe

Meinung von Jens-Magnus Krause

Bei Lego Harry Potter: Die Teile 5-7 habe ich wiederentdeckt, was bei Spielen wirklich zählt: der Spielspaß. Und der war so groß wie der Wunsch nach dem Besitzen aller Lego-Goldmünzen. Ich bin in einen echten Sammelwahn verfallen, da kann die "Guter Zauberer gegen böser Zauberer"-Geschichte gerne zur Nebensache werden.

Viel interessanter ist, wo sich das letzte Goldstückchen versteckt haben könnte. Und da das Ganze mit feinen Rätseln, viel Witz, lebhafter Bauklotz-HD-Optik und wiedererkennbarer Musikkulisse daherkommt, macht der kleine Lego-Harry sehr viel Spaß. Und wie die Bücher oder Kinofilmen eben auch den Erwachsenen.

82

meint: Dank süchtig machendem Sammelspiel, cleverer Rätsel und stimmiger Hogwarts-Atmosphäre der beste Lego-Ableger bisher.

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