Test Deponia: Die Wohlfühl-Müllkippe

von Christian Detje (24. Januar 2012)

Manchmal strahlt ein Spiel mit einem unsichtbaren Glanz. Deponia scheint diesen Glanz zu besitzen. Witziger waren auch die großen Abenteuerspiele von LucasArts früher nicht.

Rufus hat seine stinkende Heimat satt! Er fühlt sich zu Höherem berufen.Rufus hat seine stinkende Heimat satt! Er fühlt sich zu Höherem berufen.

"Klares Wasser? Sowas gibt es doch nur in Legenden!" Wer in einer Welt aufwächst, in der dieser Satz keinen ungläubigen Protest, sondern schicksalsergebenes Schulterzucken erntet, sollte eigentlich Narrenfreiheit haben. Aber Rufus übertreibt es dann doch.

Er ist vom kindlich-unschuldigen Müßiggänger übergangslos zum nervtötenden Bastler mit Vermüllungssyndrom mutiert. So erlebt ihr ihn im Adventure Deponia, das ihr hoffentlich schon aus der Deponia-Vorschau auf spieletipps kennt.

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Deponia: Aus dem Leben eines Taugenichts

Wegen seiner selbstgerechten Art und seiner berüchtigten Experimente kann sich in dem trostlosen Dorf Kuvaq inmitten einer weltumspannenden Müllhalde niemand mehr sicher fühlen - was Rufus‘ Beliebtheit bei den Kuvaqern nicht uneingeschränkt zuträglich ist.

Wenn ihm doch bloß mal einer seiner überkandidelten Fluchtpläne gelänge! Aber Rufus kommt immer wieder zurück. Trotzdem träumt er weiter vom vermeintlichen Schlaraffenland in einer der schwebenden Städte über dem Schrott - und die Kuvaqer von einem Leben in Ruhe und Frieden.

Eine Odyssee auf den Spuren von LucasArts

Vielleicht trägt ja die schöne Goal zu Rufus‘ Reifeprozess bei. Die junge Frau aus der Welt über dem verkommenen Schrottplaneten Deponia ist nämlich plötzlich vom Himmel gefallen - durch Rufus‘ Verschulden, versteht sich. Und der setzt jetzt alles daran, sich als ihr strahlender Retter aufzuspielen, sobald sie aus ihrer Ohnmacht erwacht - der Beginn einer wahnwitzigen Irrfahrt.

Zum Vergleich ein Bild von Day of the Tentacle (1993) - Deponia spielt inhaltlich auf ähnlichem Niveau.Zum Vergleich ein Bild von Day of the Tentacle (1993) - Deponia spielt inhaltlich auf ähnlichem Niveau.

Dabei verlässt sich Rufus ganz fatalistisch auf euer kreatives Talent beim Rätselknacken. Kurz vor Goals Absturz greift ihr als Spieler in sein abgestandenes Leben ein. Das macht enorm viel Spaß!

Schon für frühere Werke wie Edna bricht aus und The Whispered World feierten Rätselfreunde den Hamburger Entwickler Daedalic. Mit Deponia zeigt euch das Studio nun abermals, was für großartige Geschichten sich mithilfe von Klick-Adventures erzählen lassen.

So gut (aber auch nicht besser) konnte das nur der Altmeister LucasArts mit Legenden wie Monkey Island und *Day of the Tentacle](http://www.spieletipps.de/pc/day-tentacle/).

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