Deponia (PC)
Test
Deponia: Die Wohlfühl-Müllkippe
Manchmal erlebt man bei einem Test die Geburt eines Klassikers. Dann strahlt ein Spiel mit einem unsichtbaren Glanz, den nur wenige Spiele besitzen. Das Adventure Deponia von Daedalic scheint diesen Glanz zu besitzen. Witziger waren auch die großen Abenteuerspiele von LucasArts früher nicht. Von Christian Detje
"Klares Wasser? Sowas gibt es doch nur in Legenden!" Wer in einer Welt aufwächst, in der dieser Satz keinen ungläubigen Protest, sondern schicksalsergebenes Schulterzucken erntet, sollte eigentlich Narrenfreiheit haben. Aber Rufus übertreibt es dann doch.
Er ist vom kindlich-unschuldigen Müßiggänger übergangslos zum nervtötenden Bastler mit Vermüllungssyndrom mutiert. So erlebt ihr ihn im Adventure Deponia, das ihr hoffentlich schon aus der Deponia-Vorschau auf spieletipps kennt.
Wegen seiner selbstgerechten Art und seiner berüchtigten Experimente kann sich in dem trostlosen Dorf Kuvaq inmitten einer weltumspannenden Müllhalde niemand mehr sicher fühlen - was Rufus‘ Beliebtheit bei den Kuvaqern nicht uneingeschränkt zuträglich ist. Wenn ihm doch bloß mal einer seiner überkandidelten Fluchtpläne gelänge! Aber Rufus kommt immer wieder zurück. Trotzdem träumt er weiter vom vermeintlichen Schlaraffenland in einer der schwebenden Städte über dem Schrott - und die Kuvaqer von einem Leben in Ruhe und Frieden.
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