spieletipps erklärt: So funktioniert ein Computer - Netzteil, Laufwerk, Bus und Prozessor

(Special)

Das Netzteil: das "Herz" des Rechners

Das Netzteil ist sozusagen das Herz des Computers. Denn es pumpt den Strom durch den Apparat, der alles am Laufen hält.

So sieht ein Netzteil aus. Quadratisch, klobig, unverzichtbar.So sieht ein Netzteil aus. Quadratisch, klobig, unverzichtbar.

Das Netzteil sitzt an der Stelle, an der ihr das Stromkabel in den Computer steckt. Wenn ihr ihn aufschraubt, seht ihr das Netzteil als klobigen Kasten mit einem großen Lüfter.

Das dickste Kabel, das aus dem Netzteil kommt, steckt in der Hauptplatine. Denn hier fließt der meiste Strom hin. Die Hauptplatine liefert nämlich Strom an fast alle Komponenten aus. Außnahmen: Laufwerke, Gehäuselüfter und in manchen Fällen die Grafikkarte.

Laufwerke und Gehäuselüfter sind die einzigen Komponenten, die nicht in der Hauptplatine stecken - deswegen kann sie ihnen keinen Strom liefern. Alte und schwache Grafikkarten geben sich mit dem Strom zufrieden, den ihnen die Hauptplatine zuteilt.

Moderne Spiele-Grafikkarten sind hungrige Stromfresser, die den Hals nicht voll kriegen. Weil die Hauptplatine schon mit dem Prozessor viel zu tun hat, brauchen solche Grafikkarten zusätzlichen Strom.

Laufwerk: ein Begriff, den man manchmal missversteht

Ein Laufwerk ist - schon klar, zum Beispiel das Ding, wo ihr etwa DVDs rein schiebt. Aber auch eure Festplatte ist beispielsweise ein Laufwerk.

Ein USB-Stick: eigentlich kein Laufwerk. Auch, wenn Windows etwas anderes behauptet.Ein USB-Stick: eigentlich kein Laufwerk. Auch, wenn Windows etwas anderes behauptet.

Was ein Laufwerk ist, sagt schon der Name: alles, in dem etwas läuft. In einem CD-Laufwerk dreht sich eine CD und in einer Festplatte drehen sich Datenscheiben.

Allerdings bezeichnen Betriebssysteme auch USB-Sticks als Laufwerke. Das hat einen einfachen Grund: ihre Arbeitsweise ist dieselbe. Obwohl ein USB-Stick Daten auf einem Chip speichert und nicht auf einer sich drehenden Scheibe, so speichert er Daten. Gleicher Nutzen entspricht gleicher Bezeichnung - das ist die Logik dahinter.

Wenn euer Betriebssystem also das nächste mal wieder von eurem USB-"Laufwerk" schreibt, könnt ihr sagen: "Dummes Windows! Ich weiß es besser!"

BUS: je größer, desto besser

Nein, hier geht es nicht um öffentliche Verkehrsmittel. Ein Bus in einem Computer hat aber wie sein Pendant die Aufgabe, zu transportieren - und zwar Daten. Vereinfacht ausgedrückt, ist ein Bus eine Ansammlung aus elektronischen Leitern.

Die Steckplätze auf einem Mainboard könnt ihr auch als BUS bezeichnen. Welche das sind, haben wir mit Bussen markiert.Die Steckplätze auf einem Mainboard könnt ihr auch als BUS bezeichnen. Welche das sind, haben wir mit Bussen markiert.

Er transportiert zum Beispiel Daten aus dem Arbeitsspeicher zum Prozessor. Der berechnet sie dann und schickt sie wieder über den Bus zum Arbeitsspeicher.

Für Computer-Bastler ist meist der Frontside-Bus (FSB) interessant. Das ist die Verbindung zwischen einer Komponente wie dem Arbeitsspeicher und dem Mainboard, also das wesentliche Element im Steckplatz. Ähnlich wie ein Prozessor hat auch ein Bus eine Taktrate, die bestimmt, wie schnell er arbeitet.

Ein Arbeitsspeicher mit einem FSB von 1.033 Megahertz kann mehr Daten gleichzeitig hin- und herschicken als einer mit nur 800. Deswegen gibt es auch ständig neue Formate. Den DDR2-Arbeitsspeicher löst zurzeit der DDR3-Arbeitsspeicher ab, denn in einem DDR3-Steckplatz ist der Bus schneller.

Weiter mit: Grafikkarte, Grafikprozessor und Arbeitsspeicher

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