spieletipps erklärt: So funktioniert ein Computer - Grafikkarte, Grafikprozessor und Arbeitsspeicher

(Special)

CPU: der Prozessor oder "das Gehirn"

CPU ist die Abkürzung für Central Processing Unit, zu deutsch "Hauptprozessor". Diese sitzt beispielsweise in Computern relativ mittig auf der Hauptplatine ("Mainboard") unter einem großen Lüfter. Der Prozessor berechnet quasi all das, was ihr in euren Rechner eingebt.

So sieht ein Prozessor aus - in diesem Fall ein Intel Core i7. In fertigen PCs versteckt er sich unter einem Lüfter.So sieht ein Prozessor aus - in diesem Fall ein Intel Core i7. In fertigen PCs versteckt er sich unter einem Lüfter.

Selbst 3D-Grafik kann der Prozessor erzeugen, diese Aufgabe nimmt ihm aber zumeist die Grafikplatine (GPU) ab. In einem Videospiel berechnet der Prozessor beispielsweise die künstliche Intelligenz der Computergegner.

Wie schnell ein Gerät arbeitet, hängt zu einem Großteil von der Geschwindigkeit des Prozessors ab, also davon, wie schnell er rechnet. Diese Geschwindigkeit nennt man Taktrate und misst sie in Hertz. Ein Hertz entspricht einem Rechenvorgang pro Sekunde.

Ein handelsüblicher Vierkernprozessor (also ein Prozessor mit vier Rechenkernen) hat beispielsweise eine Taktrate von vier mal drei Gigahertz (GHz). Das entspricht bei optimaler Auslastung zwölf Milliarden Rechenvorgängen pro Sekunde.

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Prozessoren im fertigen Rechner

Wenn ihr so schnell kopfrechnen könntet, würdet ihr alle Rechenaufgaben, die ihr in eurer ganzen Schullaufbahn gestellt bekommt, in unter einer Minute lösen können.

Grafikkarte und GPU: besonders wichtig für Spiele

Die GPU ist ähnlich wie der Prozessor für Berechnungen zuständig. Allerdings ist sie, wie der Name ("Graphics Processing Unit", zu deutsch: Grafikprozessor) sagt, für Berechnungen von 2D- und 3D-Grafik zuständig. Die GPU sorgt dafür, dass ihr ein Bild auf eurem Bildschirm seht. Die GPU ist das Herzstück einer jeden Grafikkarte.

So sieht eine heutige Grafikkarte aus. Hersteller verstecken die Platine immer häufiger unter Plastikgehäusen.So sieht eine heutige Grafikkarte aus. Hersteller verstecken die Platine immer häufiger unter Plastikgehäusen.

Auch ihre Leistung hängt maßgeblich von der Taktrate (siehe Prozessor) ab. Die GPU funktioniert in Spielkonsolen und Computern als Helfer des Prozessors. Sie nimmt dem Hauptprozessor Rechenarbeit ab; der wäre bei einem aufwändigen 3D-Spiel sonst überfordert.

Texturen, 3D-Modelle, Schatten, Raucheffekte und auch Kantenglättung - all das ist das Werk des Grafikchips. Heutzutage ist der in Spielkonsolen und Computern Standard.

In Büro-PCs, auf denen keine Computerspiele laufen müssen, ist die GPU meist als einzelner Chip mit der Hauptplatine ("Mainboard") verschweißt.

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Grafikkarten - damals und heute

In diesem Segment ist Intel übrigens Marktführer. Spieletaugliche Grafikkarten dagegen kommen meist von Nvidia oder AMD (früher ATI). Die Grafikkarte in der PS3 stammt übrigens von Nvidia, die in der Xbox 360 und Nintendos Wii dagegen von AMD.

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