spieletipps erklärt: So funktioniert ein Computer - Festplatten und SSD

(Special)

RAM: der Arbeitsspeicher oder "das Kurzzeitgedächtnis"

Als RAM bezeichnet man den Arbeitsspeicher in Computern, Spielkonsolen und ähnlichen Geräten. Die Abkürzung RAM steht für "Random-Access-Memory", sinngemäß übersetzt "Direktzugriffsspeicher".

So sieht ein handelsüblicher Arbeitsspeicher-Riegel aus. Moderne Varianten sind oft mit Kühlern verkleidet.So sieht ein handelsüblicher Arbeitsspeicher-Riegel aus. Moderne Varianten sind oft mit Kühlern verkleidet.

Vereinfacht ausgedrückt, bietet der Arbeitsspeicher Platz für eine eher kleine Speichermenge, arbeitet aber um ein Vielfaches schneller als eine Festplatte. Dafür sind die Daten dort allerdings auch weg, wenn ihr den Rechner ausschaltet.

All die Daten, mit denen ein Gerät aktuell arbeitet, legt es in den Arbeitsspeicher, um sie schnell auslesen und neu beschreiben zu können. Wenn ihr zum Beispiel ein Spiel spielt, legt der Computer (oder die Konsole) Informationen über Umgebungen, Texturen, künstliche Intelligenz und so weiter in den Arbeitsspeicher.

So kann er diese Daten sofort abrufen, wenn das Spiel sie benötigt. Wenn all diese Daten nur auf der Festplatte lägen, würden alle eure Aktionen im Spiel eine lange Ladezeit mit sich bringen.

Auch moderne Grafikkarten besitzen übrigens etwas Arbeitsspeicher auf ihrer Platine, der sich ganz auf Daten wie Texturen oder 3D-Modelle konzentriert.

Festplatte: die "HDD" oder das "Langzeitgedächtnis"

Die Festplatte (auch HDD, Hard Disk Drive) ist sozusagen ein großes Datenlager. Die Datenmenge, die eine Festplatte aufnehmen kann, ist viel größer als die des Arbeitsspeichers.

So sieht eine handelsübliche Festplatte von innen aus. Alte Menschen und DJs erinnern sich an Plattenspieler.So sieht eine handelsübliche Festplatte von innen aus. Alte Menschen und DJs erinnern sich an Plattenspieler.

Einziger Nachteil: eine Festplatte arbeitet viel langsamer. Das kommt daher, dass sie vollkommen anders funktioniert.

Das innere einer Festplatte sieht aus wie ein Plattenspieler. In der Mitte rotieren einige Scheiben und ein Lesekopf tastet sie ab. Das System funktioniert ähnlich wie ein CD-Spieler - nur, dass die Platten in der Festplatte viel mehr Daten lagern können.

Wenn ihr etwas von der Festplatte braucht - beispielsweise eine Musikdatei abspielen oder ein Spiel spielen wollt - dann springt der Lesekopf an die Stelle, an der die Datei auf der Platte liegt.

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Speichermedien

Er liest die gespeicherten Informationen und schickt sie zum Arbeitsspeicher weiter. Der kann sie in Windeseile zum Prozessor schicken, damit der aus dem Datenhaufen eben ein Lied macht. Oder was auch immer ihr gerade abruft.

Neue Festplatten-Art: SSD

Festplatten sind also so etwas ähnliches wie Arbeitsspeicher - nur viel langsamer. Aber warum benutzt die Menschheit dann nicht einfach einen riesengroßen Arbeitsspeicher und verzichtet auf die Festplatte? Das hat zwei Gründe.

Eine SSD-Festplatte sieht im Inneren eher aus wie ein RAM-Riegel als wie ein Plattenspieler.Eine SSD-Festplatte sieht im Inneren eher aus wie ein RAM-Riegel als wie ein Plattenspieler.

Zum einen sind die "Datenplatten" auf der Festplatte billig. Bei einem Arbeitsspeicher sind Daten nämlich in einer Art Chip gespeichert.

Und die sind teurer. Zum anderen braucht ein Arbeitsspeicher Strom, um sich Informationen zu merken. Wie eine CD, kann auch eine Festplatte jahrelang ohne Strom herumliegen, und weiß immer noch, was sie gespeichert hat.

Neuerdings gibt es aber eine alternative zur herkömmlichen Festplatte: die Solid State Drive (SSD) Die funktioniert so ähnlich wie ein USB-Stick - mit einem Flash-Speicher. Flash-Speicher ist wie auch der Arbeitsspeicher ein Chip - etwas langsamer, kann aber Informationen auch ohne Stromzufuhr speichern.

Fühlt ihr euch jetzt etwas schlauer? Habt ihr noch etwas hinzuzufügen? Bitte schreibt es in die Kommentare, eure Meinung interessiert uns!

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