Test UFC Undisputed 3: Prügel können so schön sein

von David Dieckmann (14. Februar 2012)

Polierte Kauleisten, geschwollene Augen und Tritte ins Gesicht - im Ring von UFC Undisputed 3 ist Erbarmen schwerer zu finden als tiefgründige Dialoge in Duke Nukem Forever.

Ins Gesicht! Ins Gesicht! Das scheint die heimliche Parole von UFC Undisputed 3 zu sein.Ins Gesicht! Ins Gesicht! Das scheint die heimliche Parole von UFC Undisputed 3 zu sein.

Den einst weißen Ringboden ziert ein Muster aus Blutspritzern. Euer Kontrahent liegt am Boden und versucht vehement, eurem Ellenbogen auszuweichen. Vergebens. Schlag um Schlag verbeult ihr dem Armen sein Gesicht. Er könnte euch schon fast Leid tun. Fast. Erbarmen gibt es nicht in diesem Kampf.

UFC Undisputed 3 ist eines der brutalsten Prügelspiele diesseits vom Index. Und gleichzeitig eines der realistischsten. Und genau das erhöht den Reiz an diesem Spiel.

Der Kampfsport hinter dem Spiel heißt Mixed Martial Arts (MMA) - zu Deutsch: gemischte Kampfkünste. Hier treten Vertreter von Kampfsportarten wie Jiu-Jiutsu, Kickboxen oder Muay Thai gegeneinander an.

Das Spiel setzt die Kämpfe hübsch in Szene. Selten gab es so detaillierte Figuren zu bestaunen - und dazu noch in einer solchen Masse. 150 Kämpfer in sechs Gewichtsklassen, die Zahl kann sich sehen lassen.

Abwechslungsreiche Kämpfe, Minispiele, schwere Steuerung

Die Kämpe in UFC Undisputed 3 bleiben lange spannend. Ganz einfach, weil es viele Wege gibt, den Gegner zu besiegen. Ihr könnt eurem Gegenüber zum Beispiel im Stand so lange ins Gesicht hauen, bis er umkippt. Oder ihr packt ihn euch und verwickelt ihn in einen Ringkampf am Boden. Hier setzt ihr auch die sogenannten Submissions ein.

Erstaunlich: Die Kämpfer-Modelle verhaken sich kein einziges mal ineinander, wie es bei anderen Spielen oft passiert.Erstaunlich: Die Kämpfer-Modelle verhaken sich kein einziges mal ineinander, wie es bei anderen Spielen oft passiert.

Submissions sind Griffe, die den Gegner zur Aufgabe zwingen sollen. Das ist zum Beispiel ein Griff, der einen Arm brechen kann - also muss der Gegner in den echten UFC-Kämpfen entweder aufgeben oder nachher Gips tragen.

Bei Undisputed 3 funktioniert das Ganze als Minispiel, in dem ihr per Analogstick den Zeiger des Gegners fangen sollt. Bevor ihr jedoch virtuelle Arme brecht, gibt euer Gegner auf, sobald ihr das Minispiel gewinnt.

Ein Problem, das sich aus dieser Vielseitigkeit ergibt, ist die komplexe Steuerung. Hier haben die Entwickler von Yukes zwar eine vereinfachte Variante eingebaut, die ist aber immer noch weitaus schwerer zu lernen als beispielsweise die von Tekken 6.

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