Test Never Dead - Monotonie, Gute Ideen, schlechte Umsetzung, Fakten und Meinung

Monotonie statt Motivation

Die Grundstruktur von Never Dead ist immer dieselbe. Irgendwo im Level schießt eine Monsterfabrik aus dem Boden, aus der unendlich viele Gegner strömen. Diese müsst ihr zerstören, sonst findet das Kämpfen kein Ende.

Er hätte nicht Kopf und Kragen riskieren sollen.Er hätte nicht Kopf und Kragen riskieren sollen.

Eure Gegnern bekämpft ihr mit einer relativ kleinen Auswahl an Schusswaffen. Diese sind aber viel zu schwach und deshalb greift ihr viel lieber auf Bryce's riesiges Schwert zurück.

Wirklich gut sind hingegen die Bosskämpfe, bei denen ihr zum Beispiel euren Arm in das Maul des Gegners werft um ihm von innen Schaden zuzufügen. Leider langweilt die immer gleiche Spielmechanik schnell.

Außerdem nervt es nach einer Weile, dass ihr ständig in eure Einzelteile zerfallt. Ihr wünscht euch daher bald dies abschalten zu können.

Die Motivation bleibt bei der ganzen Monotonie ein wenig auf der Strecke.

Gute Ideen, aber schlechte Umsetzung

Insgesamt gestaltet sich das Spielsystem wie bei einem gewöhnlichen Metzel-Spiel. Ein prominentes Beispiel wäre God of War. Doch leider ist es im Vergleich zu anderen Genrevertretern weniger abwechslungsreich und enthält kaum Höhepunkte.

Antiheld Bryce macht eine sehr gute Figur. Wenn er nicht gerade auseinanderfällt.Antiheld Bryce macht eine sehr gute Figur. Wenn er nicht gerade auseinanderfällt.

Allerdings gibt es auch Erfreuliches. Beispielsweise das Fähigkeitensystem. Dieses erlaubt euch, Waffen sowie Bryce's Fähigkeiten mittels gesammelter Erfahrungspunkte zu verbessern.

Dies ist wortwörtlich zu verstehen: Die spielinterne Währung liegt tatsächlich auf dem Weg herum. Bryce ist also nicht nur Antiheld, sondern auch noch Jäger und Sammler.

Außerdem ist fast die komplette Umgebung zerstörbar, was zum Teil sehr schick aussieht. Schnell nerven aber Kleinigkeiten wie eine zickige Kamera und eine durchwachsene Grafik. Die Optik bewegt sich im Mittelmaß und besticht höchstens durch schöne Lichteffekte.

Zudem ruckelt das Spielgeschehen bei zu hohem Gegneraufkommen. Dies ist sehr unschön und stört schnell den Spielfluss.

Fakten:

  • zum Teil coole neue Ideen
  • interessanter Hauptcharakter
  • spannende Bosskämpfe
  • wird gegen Ende immer besser
  • Zerfallen des Körpers nervt schnell
  • auf Dauer eintönig
  • miserables Zielsystem
  • Grafik ruckelt bei vielen Gegnern
  • Nebencharaktere langweilig
  • schwacher Mehrspieler-Modus

Meinung von Jonas Boss

Da hätte Konami doch mehr draus machen können. Das habe ich mir gedacht, nachdem der Abspann über den Bildschirm lief. Denn trotz zum Teil sehr guter Ideen und einer unverbrauchten Handlung achten die Entwickler einfach nicht darauf, diese auch geschickt um- und einzusetzen.

Hätten sie für ein wenig mehr Abwechslung gesorgt und wäre die Technik ein bisschen ausgereifter, wäre das Spiel ein potentieller Volltreffer gewesen. So wird Never Dead höchstwahrscheinlich in der Versenkung verschwinden. Schade!

63

meint: Innovativ ist die Idee des auseinanderfallenden Körpers schon, vermag aber auf Dauer nicht zu motivieren. NeverDead hinterlässt einen etwas faden Nachgeschmack.

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