Test American McGee´s Alice

von Philipp Frick (24. Februar 2001)

Nach den Erfolgen von "Rune" und "Heavy Metal FAKK 2" versucht nun Rogue Entertainment mit "American McGee's Alice", ebenfalls einen Teil vom Kuchen abzubekommen. Ob dies gelingt, und wer eigentlich American McGee ist, erfahrt ihr in unserem Test.

In dieser Burg warten einige ÜberraschungenIn dieser Burg warten einige Überraschungen

Alice im Wunderland

Um eines vorweg zu nehmen: "American McGee's Alice" ist keinesfalls ein Computerspiel für Kinder und hat mit der gleichnamigen Zeichentrickserie nicht sehr viel zu tun. Das Spiel basiert auf dem Roman von Lewis Carroll und schlägt, wie das Buch, eher in die Kerbe einer düsteren, abgedrehten Geschichte. American McGee, der dem Spiel seinen Namen gibt, legt nach seinem Weggang von Id Software hiermit sein erstes eigenes Spiel vor. Alice, ein junges Mädchen, verbringt ihre Tage in einer psychiatrischen Anstalt, wo sie wegen Wahnvorstellungen und Angstzuständen festgehalten wird. In ihrer Gedankenwelt dreht sich alles um das Wunderland, in dem sie dazu berufen ist, den dortigen Lebewesen zu helfen, indem sie sie vom Bösen befreit. Hier übernimmt der Spieler. Alice muss durch insgesamt 9 Levels gesteuert werden, um am Ende die böse Herzkönigin in ihrer Burg zu vernichten. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. 9 Levels mag nach wenig klingen, doch sind die Levels in bis zu zehn Unterabschnitte unterteilt.

Einer der zahlreichen ZwischengegnerEiner der zahlreichen Zwischengegner

Alice steht für Action

Eine wichtige Rolle spielt die Grinsekatze, die immer wieder auftaucht und als Rätsel getarnte Hinweise zum Weiterkommen gibt. Erfahrene Spieler werden diese Hinweise jedoch nicht brauchen, da Alice unter dem Adventure-Gesichtspunkt nicht allzu fordernd ist. Rätsel tauchen wenige auf, und wenn, dann sind sie leicht zu lösen. Ein wichtigerer Bestandteil des Spiels ist die Action-Komponente. Denn natürlich ist Alice nicht unbewaffnet, muss sie sich doch gegen allerhand nicht besonders freundliche Widersacher behaupten. Zur Verteidigung bzw. dem präventiven Angriff stehen Alice 9 Waffen zu Verfügung. Der Clou an der Sache: keine einzige der Waffen entspricht dem gängigen Bild einer Waffe: Jede einzelne hält ihre Überraschungen parat, sowohl von der Wirkung als auch vom grafischen Effekt. Außerdem stehen bei jeder Waffe zwei Angriffsmodi zur Wahl.

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