Test I Am Alive: Töten für einen Obstsalat

von Joachim Hesse (06. März 2012)

Ein Mann auf der Suche nach Frau und Kind. Kann es ein emotionaleres Motiv für eine Geschichte geben? Statt Außerirdische zu töten, kämpft ihr in I Am Alive für eure Liebe.

Als ihr in eure Stadt zurückkehrt, ist an der Ostküste nichts mehr beim Alten.Als ihr in eure Stadt zurückkehrt, ist an der Ostküste nichts mehr beim Alten.

Ein Jahr nach einer nicht näher erläuterten Katastrophe kehrt der Familienvater, den ihr spielt, in seine Heimat zurück. Genauer gesagt in das, was von der Großstadt übrig ist.

Es existieren keine staatliche Autorität mehr, kein Verkehr, kein öffentliches Leben. Staub liegt wie ein Leichentuch über den Straßen, Erdbeben erschüttern die Hochhausruinen.

Die wenigen Überlebenden wirken wie Marodeure aus dem Endzeit-Film Mad Max und verhalten sich auch so. Das einzig verbliebene Gesetz scheint das Recht des Stärkeren.

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Leben und Sterben in I am Alive von Ubisoft

Als sich das Unglück ereignet, befindet ihr vier Flugstunden entfernt auf Geschäftsreise. Ein Jahr Fußmarsch liegt seither hinter euch, jetzt wollt ihr nur noch eure Familie sehen.

Nichts soll euch davon abhalten. Nichts. Ob Julie und Mary überlebt haben? Das ist die wenig rosige Ausgangssituation. Doch es kommt noch schlimmer.

Wer Klettern will braucht Ausdauer

In der Verfolgerperspektive dirigiert ihr eure Spielfigur über Krater und Geröll, die bewegliche Kamera schwenkt dabei meist in eine Schulteransicht von euch. Ihr seht also rechts neben eurem Protagonisten das Spielgeschehen. Nicht jeder liebt diese Art von Ansicht. Doch selbst wenn nicht, gewöhnt ihr euch daran.

Euer erster echter Gegner erwartet euch mit einer Machete.Euer erster echter Gegner erwartet euch mit einer Machete.

Die Währung im Kampf um das Überleben heißt Ausdauer und Gesundheit. Erreicht eines von beiden den Nullpunkt, seid ihr tot - oder zumindest so gut wie tot. Jede Renn- oder Kletteraktion von euch verbraucht Ausdauer.

Anders als in Tomb Raider verlässt euch irgendwann die Kraft, wenn ihr an einem Mauersims über einen Abgrund hangelt.

I Am Alive kultiviert den Mangel als Spielelement. Mit Essen, Getränken oder Kletterhaken verschafft ihr euch mehr Zeit oder Verschnaufpausen. Doch auch diese Ressourcen sind knapp. Wer unüberlegt vorgeht, findet nur sein Grab. Das gilt auch für die Kämpfe.

Das richtige Gespür ersetzt fehlende Munition

I Am Alive ist etwas Besonderes. So wie auch Heavy Rain, Nier oder Catherine etwas Besonderes sind.

Riskantes Spiel, denn der Bursche rechts hat ebenfalls eine Pistole.Riskantes Spiel, denn der Bursche rechts hat ebenfalls eine Pistole.

Allein wie I Am Alive mit dem Thema Kämpfen umgeht, ist einzigartig. Ihr dürft zwar schießen, doch habt ihr selten mehr als ein oder zwei Kugeln in der Revolvertrommel. Oft herrscht dort sogar gähnende Leere.

Während ungeladene Pistolen in anderen Spielen Ballast sind, gehen die Entwickler hier einen anderen Weg. Denn solange eure Gegner nicht wissen, dass ihr sie mit heißer Luft bedroht, ist euer leeres Schießeisen genauso überzeugend wie ein geladenes. Haarig wird die Lage erst, sobald ihr Farbe bekennt.

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Tags: Onkel Jo   DLC   UPlay  

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