Test Star Trek - Federation - Seite 2

Wenn mehrere Systeme koloniesiert sind, zeigt sich ein echter Nachteil des Spiels - es wird unübersichtlich, da man sich ständig um die einzelnen Systeme kümmern muß. Der Auto-Manager hilft da nicht viel weiter, er ist ziemlich starr und läßt sich nicht verstellen. Also die Galaxis möglichst nicht zu größ wählen! Früher oder später mußte es ja so kommen - die Romulaner stellen ihre Sabotage nicht ein, die Klingonen fordern dauernd mehr Geld und die Ferengies überfallen permanent die Systeme. Also ist es Zeit für den ersten größeren Waffengang! Wenn Sie soweit sind, erklären Sie Ihrem Gegner den Krieg!

Treffen die eigenen Schiffe mit denen des Gegners zusammen, so wird der Taktikschirm eröffnet. Die Schiffe werden in ihren Formationen von oben gezeigt, die Darstellung kann aber verändert werden - echte dreidimensionale Darstellung? Naja, fast. Die Schiffe sind zwar dreidimensional, aber die Aktionen werden zumeist nur in zwei Dimensionen stattfinden, ebenfalls rundenbasiert. Die Darstellung ist längst nicht mehr State-of-the-Art. Da waren mir die Kämfe bei Pax Imperia lieber, wenn auch zweidimensional.

Auch Ascendancy, immerhin gut drei Jahre alt, hatte einen besseren Kampfmodus und wesentlich schönere Waffeneffekte. Auch die Schiffe waren detailreicher. Da hat die Designabteilung wohl zu früh Schluß gemacht :-(

"Star Trek - BOF" ist ein Standard-Weltraumstrategiespiel ohne besondere Höhen. Es bietet sowohl von der Gesamtidee als auch von der grafischen Darstellung nichts wirklich neues. Es ist zu starr, keine eigene Rassenparameter, wie bei Master of Orion, immer fünf Hauptrassen, keine eigenen Schiffe, kein Upgrade der Schiffssysteme. Der Kampfmodus, das Herz eines jeden Spiels, ist offensichtlich nicht vollständig entwickelt, sonst würden all die schönen Schiffe des Startrek-Universums nicht so ähnlich aussehen.

Die Bird of Preys und die Galaxy-Schiffe, die Warbirds und Kreuzer der Cardassianer hätte man wirklich mit mehr Details versehen können. Aus der Startrek-Lizenz hätte man deutlich mehr herausholen können. Außerdem: Wo sind denn all die wundervollen Charaktere von Startrek, wie Gul Dukat, Worff, Gauron, Data, Pikard, die Dourass-Schwestern und all die anderen? Schade, mein Dauerbrenner bis zum nächsten Versuch ist damit weiterhin Master of Orion II...

60

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Tags: Singleplayer  

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