Test Yakuza - Dead Souls - Schwächen bei Kamera und Steuerung, Drei weitere Spielfiguren, Fakten und Meinung

Schwächen bei Kamera und Steuerung

Da der Schwerpunkt auf Ballereien statt Schlägereien liegt, hat Sega auch die Steuerung umgebaut. Praktischerweise dürft ihr weiterlaufen, während ihr ballert. So gebt ihr den Untoten die volle Breitseite.

Vorsicht: Zombies strömen von allen Seiten herbei.Vorsicht: Zombies strömen von allen Seiten herbei.

Zielt ihr mit dem Fadenkreuz, seht ihr euch dummerweise mit dem linken statt wie bisher mit dem rechten Analogstick um. Das verwirrt regelmäßig. Auch die automatische Kameraführung ist bei engen Bereichen und beim Nachladen überfordert. Oft genug fallen euch deswegen nervige Beisser in den Rücken.

Dank Schleichwegen wechselt ihr beliebig zwischen den Zombie-Bereichen und den Außenbezirken, wo der normale Alltag weitergeht. Deshalb könnt ihr zur Entspannung jederzeit Spielhallen und Casinos aufsuchen oder im Massagesalon pikante Knöpfchendrück-Spielchen absolvieren.

Zudem besucht ihr die Hostessen-Bars für eine nette aber teure Plauderei mit hübschen Damen. In vielen Nebenmissionen helft ihr Passanten aus oder säubert die Umgebung von Läden, damit sie wiedereröffnen können.

Drei weitere Spielfiguren

Mit Abschluss jedes Kapitels fällt das Stadtviertel Kamurocho immer weiter in die Hände der Zombies. Die Quarantäne-Zone vergrößert sich zusehends. Zudem wechselt der Hauptdarsteller. Nach einigen Spielstunden kommt der robuste Goro Majima ins Spiel, der mit seiner am Arm montierten Maschinen-Kanone fetten Kugelhagel austeilt.

Hinter diesen Barrikaden tobt die Zombiehölle. Auf dieser Seite geht dennoch der Alltag weiter.Hinter diesen Barrikaden tobt die Zombiehölle. Auf dieser Seite geht dennoch der Alltag weiter.

Der verrückte Unterweltler Ryuji Goda fühlt sich dagegen mit Schrotflinte sichtlich wohl in der Zombiehölle. Doch zuletzt kann nur noch Serienveteran und Ex-Yakuza Kazuma Kiryu die Sache als vierter spielbarer Charakter richten.

Technisch bewegt sich Dead Souls auf gehobenem Mittelmaß. Die bekannte Stadtkulisse gefällt mit hohem Detailgrad. Allerdings kämpft das Spiel bei vielen Untoten immer wieder mit einbrechender Bildrate.

Auch die musikalische Untermalung fällt unter das Motto "belanglos". Wahre Anhänger stört das weniger, sie freuen sich wie im Vorgänger über die vom Original stammende, japanische Sprachausgabe samt englischer Untertitel.

Fakten:

  • kurzweilige Baller-Action
  • 4 nacheinander spielbare Hauptdarsteller
  • Waffen sind aufrüstbar
  • viele Nebenbeschäftigungen
  • häufige Kameraprobleme
  • Bildrate bricht manchmal ein
  • aufgewärmtes Spielareal
  • keine deutsche Übersetzung

Meinung von Thomas Stuchlik

Es gibt scheinbar kein Genre, das nicht vor Zombies gefeit ist, sei es noch so unpassend. Auch Dead Souls scheint beim ersten Anspielen keine Ausnahme zu machen.

Die spaßigen Ballereien versprechen netten Bildschirmspaß, besitzen jedoch wenig Spieltiefe. Zudem ist die Technik bei massenhaft auftretenden Untoten überfordert. Die Bildrate bricht ein, die Kamera kommt nicht hinterher.

Doch wer abseits der Hauptgeschichte ein wenig sucht, findet nicht nur viele Nebenmissionen, sondern auch den serientypischen Tiefgang. Genau hier freuen sich Kennern der Reihe über Hostessen, Karaoke und weitere abgefahrene Aktivitäten.

Allerdings hält schon wieder das Areal von Kamurocho als ausgelutschte Kulisse her. Da wollte Sega wohl Entwicklungskosten sparen. Doch Dead Souls bietet routinierte Zombie-Action mit viel Drumherum und einer Prise Selbstironie. Mir gefällt's.

81

meint: Der quirlige Genre-Mix kombiniert ständige Zombie-Ballereien mit bei der Serie typischen Freizeitaktivitäten von Karaoke bis Hostessenbar.

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80

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