Test BioShock

von Jan Höllger (29. August 2007)

Es sind die Visionen einzelner, die die Welt verändern. Auch Andrew Ryan hatte so eine Vision und erschuf daraufhin die Unterwasserstadt Rapture auf dem Meeresboden des Ozeans. Doch nach einem mysteriösen Unfall geriet die Metropole lange Zeit in Vergessenheit, bis bei einem Flugzeugabsturz über dem Meer ein junger Mann namens Jack überlebt und den Eingang der Stadt findet. Nach einer kurzen Tauchfahrt eröffnet sich Jack eine ganz neue Welt. Willkommen in Rapture, dem Schauplatz des sicherlich ungewöhnlichsten Ego-Shooters der letzten Jahre. Doch ist "Bioshock" auch das erwartete Meisterwerk?

Geskrpitete Ereignisse sorgen immer wieder für Hochspannung.Geskrpitete Ereignisse sorgen immer wieder für Hochspannung.

Hörbuch unter Wasser

Ihr schlüpft bei "Bioshock" in die Rolle von Jack und erkundet die Stadt unter Wasser aus der klassischen Ego-Ansicht. Sehr schnell bemerkt ihr, das Rapture immer noch bewohnt wird, zum großen Teil von offensichtlich Verrückten, aber auch einige helfende Personen werdet ihr treffen oder besser gesagt hören. Denn große Teil der Geschichte des Spiels werden über Funkübertragungen erzählt. Immer wieder meldet sich etwa ein Mann bei euch, er nennt sich Atlas, der euch viel über die Stadt erzählt, aber euch ebenso bittet, seine Familie zu retten, die in einem U-Boot gefangen ist. Des Weiteren findet Jack allerorts herumliegende Audiotagebücher, die von den Geschehnissen in Rapture berichten und euch interessante Tipps verraten.

Im Gen-Labor wechselt ihr die aktiven Plasmide und Toniken.Im Gen-Labor wechselt ihr die aktiven Plasmide und Toniken.

Wo ist die Story?

Anders als in typischen Shootern müsst ihr euch deshalb die Story von "Bioshock" ein wenig erarbeiten. Wer stur durch die Gänge läuft und immer den kürzesten Weg wählt, wird viele der Tonbandaufnahmen verpassen und damit auch einen Großteil der Geschichte. Echte Zwischensequenzen gibt es tatsächlich im ganzen Spiel nicht, wie in "Half-Life 2" erlebt ihr die Schlüsselereignisse als geskriptete Szenen direkt mit den Augen des Helden. Dennoch bleiben beim Spielen viele Fragen offen und unbeantwortet, was durchaus als kleiner Kritikpunkt angesehen werden kann. Wer dagegen Fan der TV-Serie "Lost" ist, wird das als Pluspunkt auffassen.

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