Test Ninja Gaiden 3 - Abstruse Geschichte, Tastengedrücke, Fakten und Meinung

Abstruse Geschichte

Terroristen bedrohen weltweit die Menschheit. Soweit so bekannt aus vielen anderen Spielen. Doch die Terroristen begnügen sich nicht mit der Weltmacht. Sie fordern auch noch den Kopf von Ruy Hayabusa auf dem Silbertablett.

Was will der maskierte Typ von Ryu? Und wer steckt hinter der Maskerade?Was will der maskierte Typ von Ryu? Und wer steckt hinter der Maskerade?

Darüber hinaus spielen noch Klone, ein Mega-Konzern, geheimnisvolle ältere Yakuza-Verschnitte und inszenierte Emotionalitäten eine Rolle in der Geschichte. Der Rahmen für Ryus Schnetzeleien wirkt dabei eher aufgesetzt und mitunter abstrus. Während des ganzen Spiels fragt ihr euch: "Was wollen die überhaupt?"

Genauso verläuft es auch mit dem maskierten Hauptgegner der Geschichte. Immer wieder fordert er euch heraus.

Und immer wieder fragt ihr euch, was genau ihn dazu antreibt. Schön daran ist, dass er, neben anderen Bosskämpfen, den Einheitsbrei der Gegner unterbricht. Mit Zauber und Schwertarm fordert er euer ganzes Geschick.

Tasten drücken bis der Arzt kommt

Ryu hat neben den konventionellen Haudrauf-Instrumenten auch besondere Kräfte in petto. Wenn ihr genügend Gegner unschädlich macht und euer Schwert in Blut tränkt, könnt ihr eine Technik auslösen, durch die ihr mehrere Gegner gleichzeitig bezwingt. Ryu teleportiert sich dabei von Bösewicht zu Bösewicht und macht Kleinholz.

In Teil 3 dürft ihr auch online antreten.In Teil 3 dürft ihr auch online antreten.

Darüber hinaus könnt ihr einen Flammendrachen herbei rufen, der sämtliche Gegner auffrisst. Diese kurzen Momente dienen auch dazu eure Hände auszuschütteln, denn die Kämpfe enden öfter in Tastengehämmer.

Gesteigert wird dieser Eindruck noch durch die sogenannte Quick-Time-Events. Das funktioniert bei der God of War-Reihe gut, bei Ninja Gaiden 3 nervt es einfach irgendwann.

Die Farbe Rot - Keine Jugendfreigabe

Für Spieleinsteiger ist es durch lediglich zwei Angriffsknöpfe ein Leichtes, vorzeigbare Kombinationen mit dem Schwert auszuführen. Einsteigern gefällt sicher auch der gemilderte Schwierigkeitsgrad im Gegensatz zu anderen Ninja-Gaiden-Teilen.

Die Gegner setzen auch Magie gegen euch einDie Gegner setzen auch Magie gegen euch ein

Auf "Normal" ist es so gut möglich innerhalb von rund acht Stunden das komplette Abenteuer zu bestehen. Wer länger kämpfen will, setzt den Schwierigkeitsgrad hoch.

Fair gesetzte Rücksetzpunkte halten außerdem den Frust im Zaum. Die PS3-Version unterstützt außerdem die Bewegungssteuerung Move (die 360-Fassung kommt ohne Kinect-Unterstützung aus). Die Bewegungen sind gut umgesetzt und eure Finger bekommen so keine Blasen, da das Tastengehämmer durch eure Bewegungen weniger wird.

Wem die zwei vorgegebenen Schwierigkeitsgrade nicht genügen, kann sich auch online messen. Verschiedene Freizeit-Ninjas können hier gegeneinander antreten und auf unterschiedlichen Karten die Waffen sprechen lassen. Dabei kommt es allerdings schnell zu unübersichtlichem Schwertsalat mit blutigem Dressing.

Blut ist übrigens ein wesentlicher Bestandteil im Spiel. Ryu geht nicht gerade zimperlich mit seinen Gegnern um und zerteilt so manchen Körper. Das Spiel ist somit erst ab 18 Jahren frei gegeben. Trotzdem ist das Gemetzel etwas harmloser, dem Vorgänger hatte seinerzeit die USK noch die Freigabe verweigert.

Fakten:

  • fordernde Bosskämpfe
  • einfache Steuerung
  • rasante Animationen und Effekte
  • fair gesetzte Rücksetzpunkte
  • Move-Steuerung klappt gut
  • wenige Waffen
  • Kämpfe teilweise unfair
  • viel Tastengehämmer
  • abwechslungsarm

Meinung von Frank Siemens

Ninja Gaiden 3 ist kein typisches Ninja Gaiden. Der "Verwestlichung" fällt die Komplexität der Vorgänger zum Opfer. So gibt es weniger Waffen, weniger japanische Settings, weniger Angriffskombinationen. Dafür gibt es allerdings mehr Action, weniger Frustmomente und eine einfache Steuerung. Diese Entwicklung empfinde ich zwiegespalten.

Auf der einen Seite motivieren die ausgedehnten Gefechte. Auf der anderen Seite fehlt es auf Dauer an Abwechslung und Tiefe. Genauso verhält es sich mit dem Online-Modus. Schön, dass es endlich auch Online-Ninjas gibt.

Doch bei den Gefechten stellt sich schnell wildes Tastenghämmer im Schwert-Gewusel ein. Über kurz oder lang macht das wenig Spaß. Ninja Gaiden 3 ist etwas für Freunde von Haudrauf-Schwert-Blut-Klopp-Spielen, die wenig Wert auf eine intelligente Geschichte legen.

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70

meint: Ninja Gaiden 3 vereinfacht das Spielprizip. Es spielt sich simpler und actionreicher als die Vorgänger, dafür ist es zumindest für Einstieger interessant.

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