Faszination Cosplay: Wer sieht am besten aus?

(Special)

von Thomas Stuchlik (15. April 2012)

Mitunter leicht bekleidete Personen, die aussehen wie eine Spielfigur? Wenn sich Menschen in fiktive Figuren aus Manga, Anime und Videospielen verwandeln, spricht man von Cosplay.

Japanische Cosplayer auf der Tokyo Game Show 2011.Japanische Cosplayer auf der Tokyo Game Show 2011.

Wer schon Messen besucht hat, erkennt sie schon aus der Ferne. Mit ihren bunten wie originellen Kostümen stechen sie schnell aus den Besuchermassen hervor.

Die Rede ist von sogenannten Cosplayern, die oft derartige Veranstaltungen als eigene Bühne nutzen. Eine Bühne, um ihre Kreationen und Hingabe für eine bestimmte Serie, einen Charakter oder ein Spiel öffentlich zu zeigen.

Hinter dem Begriff "Cosplay" (Kurzform von "Costume Play" oder auf japanisch "Kosupure") steckt eine Passion, der auch in Deutschland einige tausend Anhänger regelmäßig nachgehen. Auf Treffen (den "Conventions") und im Internet organisieren sich die Cosplayer, die ein Faible für vieles Fernöstliches teilen.

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Cosplay - ein popkulturelles Phänomen

Wenig verwunderlich, dass sich Cosplayer ihre Leitmotive aus japanischen Medien vom Manga und Anime bis zu Videospielen und der Film- und Musikkultur holen.

Dennoch ist die Szene klar abgegrenzt von artverwandten Stilen wie Visual-Kei, Gothic Lolitas und westlichen Fan-Erscheinungen wie Trekkies. Taucht auf den folgenden Seiten einen Moment ein in die Welt des Cosplays ...

Über die Geschichte - von Star Wars bis Saber Rider

Die internationalen Ursprünge des Cosplays reichen zurück in die siebziger Jahre in den Vereinigten Staaten. Hier haben sich bereits Anhänger von Science Fiction und Superhelden nach ihren Comic-Vorbildern kostümiert. Diese Praxis schwappt schnell nach Fernost, wo sich Otakus (japanische Anhänger) bestimmter Serien und Figuren bald darauf zu einer übergreifenden Cosplay-Szene formieren.

Der Stein, der die Lawine auslöst: Sailor Moon.Der Stein, der die Lawine auslöst: Sailor Moon.

Nach Deutschland gelangt diese Kultur in größerem Maß erst in der Mitte der 90er. Einige Jahre zuvor beginnen Fernsehsender, Animes wie "Mila Superstar", "Saber Rider" oder "Königin der tausend Jahre" zu zeigen.

Doch erst die 1995 ausgestrahlte und bei Frauen populäre Anime-Serie "Sailor Moon" gilt als Urknall des Cosplays hierzulande. Zuvor gab es im Grunde nur einige als Figuren aus Star Wars verkleidete Filmliebhaber.

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Die Anime-Welle schwappt nach Deutschland

Auch die Nachfrage nach gedruckten Mangas hat sich stetig gesteigert. Die Vorreiterrolle spielt hier das mehrteilige Manga-Epos "Akira" von 1991, das mit dem gleichnamigen Anime-Film den Boom in Deutschland weiter anheizt. Der Film gilt ebenso wie "Ghost in the Shell" für viele als erster Kontaktpunkt mit japanischer Popkultur.

Weiter mit: Manga und Anime in den Medien, Die Szenekultur

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