Test Silent Hill HD Collection - Technische Umsetzung, Fakten und Meinung

Die Grausamkeiten der Technik

Die technische Umsetzung der Neuauflage wird keiner Weise der Vorlage gerecht. Beide Spiele peppen ihre höher aufgelöste Grafik immerhin mit neuen Polygonmodellen und frischen Texturen auf. Die farbreduzierten und düsteren Lokalitäten samt leichten Grieselfilter in Teil 2 erzeugen dabei eine dichte Atmosphäre.

Der Nebel dient der Atmosphäre, baut sich aber als sichtlich erkennbare Wand auf.Der Nebel dient der Atmosphäre, baut sich aber als sichtlich erkennbare Wand auf.

Allerdings ruckelt's und hakelt's besonders auf der PlayStation 3 an allen Enden. Gerade bei mehreren Gegnern auf dem Bildschirm schwankt die Bildrate von flüssig zu Zeitlupe. Diese Slowdowns vor allem in Teil 3 bremsen Animationen und Spielfluss erheblich. Und das bei einer Sichtweite von geschätzten fünf Metern!

Ein weiteres Problem ist der ungeschickt eingesetzte Nebel, der den Grafikaufbau deutlich sichtbar macht. Ein Problem, das es im Original so nicht gegeben hat. Zudem bewegen sich die Lippen der Darsteller asynchron zu den Stimmen.

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Grafisch besser als die Originale?

Das Schlimmste daran ist, dass die technischen Mängel euch immer wieder aus der ansonsten dichten Atmosphäre reißen. Dazu gesellen sich kleinere Mängel wie mies dargestelltes Wasser. Ein umfangreicher Patch ist überfällig, um zumindest die gröbsten Schnitzer zu eliminieren.

Fakten:

  • 2 Horrorklassiker in einem
  • beklemmende Atmosphäre
  • tiefgründige Charaktere
  • neue englische Synchronisation
  • einstellbarer Schwierigkeitsgrad
  • verschiedene Enden möglich
  • günstiger Preis
  • technisch unsauber umgesetzt
  • schwankende Bildrate
  • ständige Ruckler
  • überholtes Kampfsystem
  • Ton nicht synchron in Zwischensequenzen

Meinung von Thomas Stuchlik

Eine provokante Frage vorab: Hasst Konami ihre Marke Silent Hill? Anders ist es für mich kaum zu erklären, dass die Serie so ins Mittelmaß abdriftet. Diese lieblose Sammlung tut mir wirklich in der Seele weh. Die technischen Probleme mindern nicht nur die Spielbarkeit, sondern verderben auch oft die Stimmung, die diese Spiele sorgsam aufbauen.

Die Geräuschkulisse gepaart mit der Musik von Akira Yamaoka sorgt aber noch immer für Gänsehaut. Kampfsystem und Kamera wirken zwar überholt, sind aber verschmerzbar.

Auch dank einstellbarem Schwierigkeitsgrad sind hier keine ballerwütigen Action-Anhänger gefragt. Stattdessen ergründen die Silent-Hill-Spiele die Abgründe der menschlichen Seele ebenso wie euer Gewissen. Und genau das zeichnet auch die Neuauflagen trotz aller Technikprobleme weiterhin aus.

69

meint: Die Neuauflagen von Teil 2 und 3 glänzen mit starken Charakteren und emotionaler Geschichte, doch die unterirdische Technik vermasselt vieles.

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