Test Silent Hill - Downpour - Viele Nebenmissionen und gekonnte Rätseleien, Fakten und Meinung

Viele Nebenmissionen und gekonnte Rätseleien

Nach dem linearen Anfang überrascht die offene Spielwelt bei Ankunft in Silent Hill. Hier hat Murphy zwar klare Ziele, kann aber ebenso viele Nebenaufgaben erledigen.

Ausgiebige Erkundungen lohnen sich, denn Nebenmissionen sind gut versteckt.Ausgiebige Erkundungen lohnen sich, denn Nebenmissionen sind gut versteckt.

In bisher unbekannten Stadtteilen erforscht er verlassene Häuser und Gassen. Hier eröffnen sich oft kleine Aufträge, in denen ihr Monster erledigt, Gegenstände sammelt oder Puzzles löst. Zudem erkundet ihr verlassene U-Bahnschächte, die als Verbindungstunnel dienen.

Einen wichtigen Bestandteil bilden die abwechslungsreichen Rätsel. Neben genreüblichen Schalter- und Drehrad-Puzzles rotiert ihr sogar ganze Räume um die eigene Achse. Daneben sucht ihr mittels Schwarzlicht-Lampe nach Hinweisen in der näheren Umgebung.

So führen euch Kratzspuren zum richtigen Raum und Wandkritzeleien sind entzifferbar. Gleichzeitig macht ihr mit der Funzel auch unsichtbare Schattenwesen sichtbar.

Höhen und Tiefen der Technik

Die Hauptgeschichte führt Murphy unter anderem in eine große antike Bibliothek und ein verfallenes Kloster. Hier warten serientypisch zahlreiche Räume sowie verschlossene Türen auf ihn. Nett: Beim Öffnen von Türen schwenkt das Spiel in die Ego-Sicht und mittels Analogstick schleicht oder stürmt er in den Raum.

Die "andere Seite" mechanische Anlagen.Die "andere Seite" mechanische Anlagen.

Zudem trifft Murphy Entscheidungen, um Menschen zu helfen oder sie ihrem Schicksal zu überlassen. Allerdings ändert das nicht den weiteren Ablauf. Stattdessen bestimmt ihr damit das Spielende mit, von denen es sechs gibt.

Technisch ist Downpour ein zweischneidiges Schwert. Der Übergang von der normalen Welt zur höllischen Seite inszenieren die Entwickler nahezu genial.

Wände zerbröseln, Vorhänge verglühen und geben rostige Käfigräume frei. Zudem bedrängt euch dort ein rotes waberndes Licht, das die Umgebung verzerrt - optisch Klasse!

Allerdings leidet das Spiel unter aufploppenden Texturen und Bildratenproblemen. Auch die mäßige Mimik der unbeholfen wirkenden Darsteller stört. In Sachen Sound merkt man die Abwesenheit des Serienkomponisten Akira Yamaoka. Der bekannte Musiker Daniel Licht sorgt für eine passende aber weit weniger verstörende Begleitung.

Fakten:

  • offene Stadtkulisse
  • interessante Puzzle-Ideen
  • gelungene Nebel- und Wettereffekte
  • spannende Geschichte
  • drei Schwierigkeitsgrade
  • stereoskopischer 3D-Modus (PS3)
  • Grafik ruckelt des öfteren grausam
  • uninteressante Gegner
  • mäßiges Kampfsystem
  • Charaktere wirken hölzern

Meinung von Thomas Stuchlik

Silent Hill Downpour bietet interessante Ansätze und spielerische Abschnitte, die mich begeistern. Die stimmige Atmosphäre mit Nebel und Dunkelheit fesselt tatsächlich. Das Spiel steckt voller Liebe und Anspielungen zur Serie und versucht ein zeitgemäßes "Silent Hill" auf den Bildschirm zu bringen. Das gelingt dank Rätseln und atmosphärischen Momenten auch prima, scheitert jedoch in der perfekten Ausführung.

Die Geräuschkulisse hält sich dezent im Hintergrund, die Geheimnisse verbergen keine schockierende Wahrheiten. Zudem kämpft Downpour mit technischen Problemen und trägem Kampfsystem. Gerade zum Schluss hin läuft es zum Glück aber zur Höchstform auf. Die Enden enttäuschen mich jedoch ein wenig.

74

meint: Mehr Freiheit, mehr Action - Downpour gefällt mit stimmigem Ambiente, Rätseln und Nebenmissionen, hadert aber mit der Technik und dem Kampfsystem.

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