Test F1 Official Team Manager

von Gerd Schüle (09. Februar 2001)

Während Manager-Spiele im Fußballbereich sich großer Beliebtheit erfreuen, sind sie im Formel 1-Zirkus doch eher eine Randerscheinung. Mit dem neuen Spiel, "F1 Official Team Manager", versucht EA-Sports das nun zu ändern. In unserem Test könnt ihr erfahren, ob das Programm genug spielerischen Tiefgang enthält, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen.

Die MenüoberflächeDie Menüoberfläche

Chefetage - Das Spiel

In "F1 Official Team Manager" übernimmt man als verantwortlicher Manager die Geschicke eines Rennstalls in der Formel 1, mit dem Ziel, möglichst die Weltmeistertitel für sein Team zu ergattern. Die dabei anfallenden Aufgaben entsprechen zwar dem Genre, sind aber nicht allzu umfangreich. Damit die Kasse stimmt, sollte man möglichst jede nur zur Verfügung stehende Werbefläche an entsprechende Sponsoren verkaufen. Das dabei erworbene Geld gibt man wieder aus für die Weiterentwicklung der Rennwagen und das nötige Personal, das man zum reibungslosen Ablauf einer Saison benötigt. Beim freien Training sucht man anhand fünf einstellbarer Parameter das optimale Setup, hat aber ansonsten keinen Einfluss mehr auf das Renngeschehen. Deshalb ist es wichtig, dass man bei der Suche nach den geeigneten Fahrern nicht allzu knauserig ist. Das gesamte Spiel beginnt im Jahre 1999 und enthält, dank der entsprechenden Lizenz, auch die Originaldaten dieser Saison.

Im RennenIm Rennen

Die technische Seite

Die Grafik des Spiels ist zwar zweckmäßig, aber nicht besonders ansprechend. Wirklich bieder sehen die schmucklosen Menüs aus, dafür sind die Rennübertragungen wenigstens einigermaßen annehmbar. Die passende Hintergrundmusik in den Menüs wird gekonnt mit Geräuschen aus dem Formel 1-Business unterlegt. Der Motorensound während der Übertragung eines Rennwochenendes ist zwar nicht erstklassig aber akzeptabel, dafür ist die Sprachausgabe klar und verständlich. Die gesamte Bedienung des Spiels erfolgt per Maus, ist aber zum Teil etwas umständlich. Da das Spiel wie im Genre üblich, kein Tutorial enthält, ist ein Blick in das magere und langweilig aufgemachte Handbuch erforderlich.

Meinung von Gerd Schüle

Anfangs ist man durch die langweilig aufgemachte Menüoberfläche und die etwas umständliche Bedienung erst mal gefrustet. Hat man sich dann ins Spiel eingearbeitet, macht es kurzfristig sogar etwas Spaß, ist aber spätestens nach der zweiten Saison nicht mehr allzu interessant. Da man überwiegend Managertätigkeiten zu übernehmen hat, ist das ganze Programm sowieso eher eine Wirtschaftssimulation und weniger ein Sportspiel. Besonders im sportlichen Teil hätte ich mir deshalb wesentlich mehr Einflussmöglichkeiten gewünscht. Leider ist das nicht der Fall, und deshalb wird diesem Spiel wahrscheinlich der große Durchbruch auch weiterhin versagt bleiben.

50

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