Test Risen 2 - Das nicht so perfekte Aussehen, Langzeitmotivation und Inventar

Das nicht so perfekte Aussehen

Es ist nur eine fiese Unterstellung, dennoch scheint es, als sei der Großteil der kreative Energie der Entwickler in die Perfektion der Landschaft und des Wetters geflossen. Denn noch immer hakt es an realistischen Figuren, Mimik und mitunter auch der Sprache.

Wild gestikulierend erklärt euer namenloser Held dem Händler, was er gerne kaufen würde.Wild gestikulierend erklärt euer namenloser Held dem Händler, was er gerne kaufen würde.

Klar, einiges hat sich seit der Gothic-Reihe und dem ersten Risen-Teil zum Positiven verändert. Gesichter wirken nicht mehr ganz so kantig und glatt, sondern zeigen deutliche und realistische Narben, Falten und Verschmutzungen. Doch eine nennenswerte Mimik gibt es nach wie vor nicht, was den Anschein von Realismus schnell zunichte macht.

Gesten wirken dagegen wie aufgesetzt. Die Körpersprache unseres namenlosen Helden sagt: "Haltet ein! Tötet ihn nicht!". In Wirklichkeit sagt er aber: "Von mir aus, gehen wir los".

Auch alle anderen Figuren gestikulieren als gäbe es kein Morgen mehr - hier haben sich die Entwickler die Kritik an steifen Charakteren scheinbar zu sehr zu Herzen genommen und sind über das Ziel hinaus geschossen.

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Langzeitmotivation und Inventar

Durch die zahlreichen Nebenaufgaben und die große, frei erkundbare Welt ist Langzeitmotivation in Risen 2 kein Problem. Wer erst einmal mit dem Spiel warm geworden ist, geht schnell auf Entdeckertour in versteckten Höhlen oder auf Schatzsuche mit gefundenen Karten.

In versteckten Kisten gibt es oft wertvolle Gegenstände für euch.In versteckten Kisten gibt es oft wertvolle Gegenstände für euch.

Auch im späteren Verlauf bleibt der Wunsch, noch einmal zurückzukehren und zum Beispiel die Truhe von Booze im Piratenstützpunkt aufzuknacken. Nur wer wirklich lange dabei ist, hat irgendwann genug von den stets ähnlichen Gegnern, Landschaftsabschnitten und Personen.

Die vielen Aufgaben halten euch aber bereits über 20 Stunden im Spiel - wenn ihr erst einmal euer eigenes Schiff besitzt und die Inseln der Gegend abfahrt und legendäre Gegenstände sammelt, kommt so schnell keine Langeweile auf.

Erfreulich ist auch, dass die Entwickler euch nicht mit Gegenständen überfluten. Um an gute Rüstungsteile zu gelangen, braucht ihr viel Gold oder viel Zeit.

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Der Missionsalltag in Risen 2

Euer Inventar ist zwar groß (und erfreulich übersichtlich), die meiste Zeit wird es aber ausschließlich gefüllt mit Rum und Pflanzen sein, die ihr am Wegesrand einsammelt. Ob ihr die als gelernter Alchemist später zu Tränken verarbeitet oder lieber als Schmied eure eigene Rüstung bastelt, bleibt euch überlassen.

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