Rocksmith: Das Spiel mit der echten Gitarre

(First Facts)

von Philip Ulc (11. Mai 2012)

Guitar Hero, Rockband und Plastikklampfen waren gestern. Bei Rocksmith zupft ihr an einer echten Gitarre. Doch leichter als der klassische Gitarrenunterricht ist Ubisofts Lernspiel trotzdem nicht.

Wegen einiger Lizenzprobleme ist Rocksmith immer noch nicht in Deutschland erhältlich und kommt voraussichtlich erst im Oktober dieses Jahres.

Wir legten daher Hand an die amerikanische Version. Neben der Spiedisc liegt das "Rocksmith Real Tone Cable" bei - ein knapp 3,5 Meter langes Kabel mit 6,3-Millimeter-Klinkenstecker. Jede echte E-Gitarre könnt ihr dort anstöpseln. Eure Konsole fungiert als Verstärker.

Der Schwierigkeitsgrad im Spiel passt sich euren Fingerfertigkeiten an. Ihr beginnt eure Musikerkarriere sacht: wie in Guitar Hero oder Rock Band fallen von oben Notensymbole herab. Im richtigen Moment schlagt ihr eine Gitarrensaite an.

Anfänger kommen jedoch schnell ins Schwitzen, ihr solltet mehr oder weniger blind die Saiten treffen und zwischen den Bünden wechseln. Euch bleibt kaum Zeit, gleichzeitig auf den Bildschirm und auf die Gitarre zu schauen.

Gelingen euch aber mehrere Notentreffer in Folge, ist das Erfolgsgefühl groß. In vielen Übungseinheiten lernt ihr alle neuen Akkordmanöver und seid so auf die nächsten Rock-Lieder gut vorbereitet.

Fakten:

  • spielt mit einer echten Gitarre
  • mit allen handelsüblichen E-Gitarren kompatibel
  • Spiel simuliert vollwertigen Gitarrenverstärker mit den korrekten Einstellungen
  • über 50 originale Rocklieder von White Stripes über Muse bis Nirvana
  • viele Minispiele, um Gelerntes zu vertiefen
  • dynamischer Schwierigkeitsgrad
  • grafisch nüchtern, aber stimmig
  • erscheint voraussichtlich am 11. Oktober 2012 für PC, PS3 und Xbox 360
  • zumindest in den USA auch im Gitarrenbundle für umgerechnet 200 Euro erhältlich
  • PS3-Importversion funktioniert auch in Deutschland

Meinung von Philip Ulc

Als Rocksmith in die Redaktion eintrudelte, habe ich schnell meine E-Gitarre entstaubt. "Guitar Hero, nur mit echter Gitarre? Jawoll!" Schnell fiel mir wieder ein, warum ich jahrelang lieber auf Plastiktasten gedrückt als echte Gitarrensaiten gezupft habe.

Wenn von oben die Noten hinunterpurzeln, ich schnell abwechselnd auf den Bildschirm und die Gitarren schauen muss, um die entsprechenden Saiten zu treffen - dann komme ich trotz Gitarrenerfahrung ins Schwitzen.

Anfänger, die mal eben Gitarre lernen wollen, kommen vermutlich nicht einmal bis zu den anspruchsvolleren Techniken wie Hammer-on und Pull-off. Oder verlieren spätestens da erst die Orientierung, dann die Motivation.

Und dennoch gebührt Ubisoft mein Dank. Mein Dank an innovative Spielkonzepte für eine speziellere Zielgruppe. Rocksmith macht Spaß, hat aber eher etwas von einem Lernspiel. Und wer muss sich zum Lernen nicht aufraffen?

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