Vorschau Divinity - Original Sin: Neue Rollenspielpfade?

von Thomas Stuchlik (02. Juni 2012)

Nach der Drachen-Action im zweiten Teil Ego Draconis besinnt sich der neueste Divinity-Ableger auf seine Ursprünge. Doch wagt es Entwickler Larian Studios auch neue Wege zu gehen?

Die Divinity-Saga geht weiter - aber anders als erwartet. Zum einen erscheint 2013 der Strategie-Ableger Dragon Commander. Auf Seite 4 lest ihr mehr darüber. Zum anderen hält Divinity - Original Sin das Rollenspiel-Zepter hoch, setzt aber anders als der Vorläufer Divinity 2 - Ego Draconis auf eine neue Sicht der Dinge.

Nicht aus Verfolger-Sicht, sondern aus der Vogelperspektive läuft das Spiel ab - ähnlich wie schon im Erstling Divine Divinity. Doch das ist nur die offensichtlichste Neuerung. Denn der "Erbsünde" genannte Ableger setzt durchweg auf kooperative Action und enge Onlineanbindung.

Der nahtlos integrierte Koop-Modus ermöglicht nicht nur gemeinsame Kampfaktionen, sondern auch variable Missionen und Dialoge. Bei Unterhaltungen mit Nebencharakteren bestimmen beide Spieler den Gesprächsverlauf. Und damit entscheiden beide auch kommende Ereignisse.

Sollte sich das Duett uneins sein, wählt das Spiel zufällig eine Dialog-Option aus. Der menschliche Partner darf übrigens jederzeit ein- und wieder aussteigen. Schließlich kann eine über 30-stündige Kampagne kaum in einem Rutsch absolviert werden.

Eine Welt voller Zusammenhänge

Wie die Kooperation zweier Rollenspieler funktioniert, zeigt der Entwickler Larian direkt in seinem Studio in Belgien. An zwei vernetzten PCs interagiert das Helden-Duo, um mysteriöse Vorfälle an und in einer Mine aufzuklären. Bereits beim Einstieg beeindruckt die interaktive Umgebung.

In der Natur und in Gebäuden sackt ihr massig Gegenstände ein.In der Natur und in Gebäuden sackt ihr massig Gegenstände ein.

Ihr erntet Pflanzen, hackt Holz, durchsucht Fässer und bereitet sogar eigenes Essen zu. Die Entwickler packen bewusst unnötige Gegenstände in die Welt, damit Spieler damit herumexperimentieren.

Ebenso könnt ihr auch Nützliches herstellen. Kombiniert beispielsweise einen Fliegenpilz mit eurem Schwert, um die Klinge zu vergiften. Jedes Element kann mit- oder gegeneinander verwendet werden.

Die Detailverliebtheit reicht bis ins Unermessliche: Mit Teig und einem Ofen backt ihr Brot, wascht Geschirr und stellt eigene Tränke her. Gleichzeitig richtet ihr auch euer eigenes Haus mit Möbeln und gesammeltem Krempel ein.

Offener Missionsablauf

Betretet ihr fremde Häuser, beäugen euch die Bewohner erst einmal misstrauisch und passen auf, dass ihr nichts klaut. Allerdings seid ihr ja zu zweit: So kann ein Spieler den Hausbesitzer in ein Gespräch verwickeln, während der andere das Schlafzimmer ausräumt.

Das gesamte Spiel ist für zwei Online-Partner ausgelegt.Das gesamte Spiel ist für zwei Online-Partner ausgelegt.

Doch jede Aktion hat Auswirkungen. Euer Verhalten verändert auch den offenen Missionsablauf. Zudem gibt es kein Gut und Böse: Helft ihr einem bedürften Nebencharakter, kann ein anderer darunter leiden. Die offene Interaktion wirkt sich gleichermaßen auf das Kampfsystem aus.

Weiter mit: Kombinierte Attacken in Rundenkämpfen, Eine Fantasy-Welt im Eigenbau

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