Kickstarter: 16 ungewöhnliche Spiel-Projekte

(Special)

von Thomas Nickel (26. Mai 2012)

3.336.371 Dollar haben Spieler wie ihr für ein unbekanntes neues Spiel vorgeschossen. Über eine Internet-Plattform namens Kickstarter. Erfahrt alles über das Internet-Phänomen.

Ist das die Zukunft der Spiele-Entwicklung?Ist das die Zukunft der Spiele-Entwicklung?

Die Internet-Seite Kickstarter, genauer gesagt, das Prinzip "Crowdfunding", gibt es schon länger. Die Sache funktioniert in etwa so: Ein Künstler will etwas erschaffen - das kann ein Buch, ein Kurzfilm, ein Spiel oder sonst irgendetwas sein. Dafür braucht er Geld.

Anstatt sich dafür aber von einem Herausgeber wie Electronic Arts oder Activision in sein Projekt hineinreden zu lassen und gar am Ende noch die Rechte abzutreten, bittet der Künstler seine Kunden direkt um ihr Geld.

Er erklärt, was er machen will und was er anbietet und legt offen, welche Summe er dafür braucht. Die Leute haben nun die Möglichkeit, einen Teil des Betrags in den großen Topf zu werfen. Manchmal aus reiner Gutherzigkeit, oft winken aber auch begehrenswerte Anreize.

Einzelhandel und Herausgeber bleiben außen vor

Erst wenn der Betrag zusammenkommt, zieht Kickstarter das Geld bei den einzelnen Geldgebern über Amazon ein und der Künstler bekommt das Geld abzüglich Provision. Kommt der veranschlagte Betrag nicht zusammen, zahlt auch niemand.

So bleibt das Risiko für die Investoren überschaubar. Als Dankeschön bekommt ihr als Unterstützer die Spiele meist in einzigartigen Sonderausgaben. Mitunter gibt es sie auch nur über diese Aktion und später überhaupt nicht mehr.

Eine interessante Idee, trotzdem kümmerte sich lange Zeit kaum jemand in der Spielebranche um diese Crowdfunding-Thematik. Bis Tim Schafer, der Mann hinter Hits wie Day of the Tentacle eine clevere Idee hatte ...

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Jede Menge Kickstarter-Projekte!

Was sich Herr Schafer da ausgedacht hat, und wer sich noch alles bei Kickstarter tummelt, lest ihr auf den nächsten Seiten. Die Redaktion stellt 15 Spiele und ein Musikprojekt vor, die zum Teil noch laufen, zum Teil bereits finanziert sind und zum Teil auch nicht genügend Geldgeber mit ihrer Idee sammeln konnten.

Double Fine Adventure

Wer und Was? Tim Schafer und sein Studio Double Fine traten die aktuelle Kickstarter-Welle im Frühjahr los. Das Beeindruckende dabei: In seinem Video gibt Schafer nur die allernötigsten Informationen über das geplante Projekt.

Tim Schafer (rechts) hält sich über Details zu seinem Projekt noch bedeckt.Tim Schafer (rechts) hält sich über Details zu seinem Projekt noch bedeckt.

Ein klassisches Grafik-Adventure soll es werden, genannt Broken Age. Ron Gilbert, der Schöpfer von Monkey Island soll mit von der Partie sein und der Entwicklungsprozess soll in einer Reihe von Video-Dokumentationen festgehalten werden.

Diese Informationen genügten den Adventure-Fans und sie öffneten die Geldbeutel. 400.000 Dollar lautete das angestrebte Ziel, über 3.336.371 Dollar kamen am Ende zusammen. Das gibt Schafer, Gilbert und ihren Leuten jede Menge kreativen Freiraum.

Aber natürlich auch einen gewissen Druck: Die Anhänger erwarten jetzt nicht mehr und nicht weniger, als die glorreiche Wiedergeburt des klassischen Adventures. Ob das klappt? Ihr dürft gespannt sein. Hier findet ihr die Seite des Projekts.

Status: Finanziert

Weiter mit: Grim Dawn, Banner Saga, Takedown

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