Test Rune

von Philipp Frick (26. Dezember 2000)

Die Wikinger waren ein Volk der rauheren Sorte, um es einmal milde auszudrücken. In "Rune", dem neuen Action-Adventure von Take2 schlüpft der Spieler in Ragnar, der genau zu diesem Schlag Menschen gehört. Wie "Rune" sich im hart umkämpften Genre der Action-Adventures schlägt, zeigt unser Test.

Hier muss Ragnar wieder einmal tauchenHier muss Ragnar wieder einmal tauchen

Ragnar der Wikinger

Wie gesagt schlüpft der Spieler in die Haut von Ragnar, der kurz nach der Aufnahme als Krieger in seinen Stamm mit ansehen muss, wie genau dieser Stamm von einem Gott, der von einem übelgelaunten Erzschurken beschworen wurde, vernichtet wird. Nur Ragnar wird durch göttliche Fügung gerettet und ist dazu auserkoren, die heiligen und mächtigen Runensteine zu beschützen und blutige Rache zu nehmen. Nach der Vernichtung seines Stammes, der auf einem Schiff vonstatten ging, findet sich Ragnar mitten in einem riesigen Gewässer wieder. Anfangs muss man viel tauchen, um weiterzukommen, bis der ziemlich lineare Spielverlauf dich durch riesige Grotten zu einem Schloss bringt.

Spielfigur Ragnar bei der ArbeitSpielfigur Ragnar bei der Arbeit

Anspruchsvolle Gegner

Erst hier warten die ersten anspruchsvollen Gegner. Diese sind Zombies, die zwar nach einem Hieb mit deiner Waffe umfallen, nach einigen Sekunden aber wieder aufstehen. Um dem ein Ende zu bereiten, muss Ragnar schon mal zu einem gezielten Schlag ausholen, nach dem der Gegner seinem geliebten Kopf Lebewohl sagen muss. Erst dann bleibt er endgültig liegen. Auch begegnen dir riesige Käfer und kleine umherhüpfende Kobolde.

Waffen, die eines Wikingers würdig sind

All diese Gegner bekämpft der Spieler mittels wikingergetreuer Waffen wie Streitaxt, Hammer oder Schwert, von denen es verschiedene gibt. Zur Verteidigung können auch Schilde benutzt werden. Auf Fernwaffen muss man allerdings verzichten. Pfeil und Bogen oder Armbrust gibt es nicht, Ragnar kann seine Gegner nur im Kampf - Mann gegen Mann - erledigen. Hat Ragnar einmal keine Waffe zur Hand, kann er mit abgetrennten Körperteilen der erlegten Monster um sich schlagen oder den Gegner einfach mit einer Fackel in Brand setzen.

Tolle SchauplätzeTolle Schauplätze

Die Stimmung stimmt

Natürlich ist Ragnar trotzdem nicht davor gefeit, von Gegnern verwundet zu werden. Für diesen Fall gibt es die Nahrung, die eine heilende Wirkung auf die Spielfigur hat. Ist der Gesundheitsbalken dezimiert, kannst du die Gesundheit durch das Essen eines Apfels oder einer Eidechse wieder auffrischen. Die reichlich vohandenen Levels sind sehr stimmungsvoll. Dunkle Höhlen, düstere Schlösser und vor allem das Tauchen in großen Gewässern, auf deren Grund schon einmal ein Wrack liegen kann, verleihen dem Spiel eine einzigartige Atmosphäre. Das Wikingerszenario ist passend und glaubwürdig umgesetzt. Das Spiel an sich ist jedoch sehr actionbetont. Richtige Rätsel gibt es selten. Mehr als das Umlegen eines Schalters oder das Finden eines Schlüssels ist selten gefordert. Auch die Levels sind ziemlich linear. Dass man den Weg nicht findet oder sich verläuft, kommt nicht vor. Dafür haben es die Gegner in sich. Schon die harmlos anmutenden Riesenkäfer fordern dem Spieler einiges ab.

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