Test Game of Thrones: Fernseh-Serie jetzt spielbar

von Jens-Magnus Krause (09. Juni 2012)

Bei Game of Thrones handelt es sich um keine reine Umsetzung der Fernsehserie. Das Rollenspiel zeichnet sich durch eine eigene Geschichte aus. Reicht das, um das Spiel zu einem Erfolg zu machen?

Einer der zwei Hauptcharaktere ist Mors Westford (links). Ein Brief an ihn verändert sein gesamtes Leben.Einer der zwei Hauptcharaktere ist Mors Westford (links). Ein Brief an ihn verändert sein gesamtes Leben.

Durch den Erfolg der gleichnamigen Serie aus den Vereinigten Staaten und dem Erfolgsroman "Das Lied von Eis und Feuer" war es nur eine Frage der Zeit, bis eine Videospiel-Umsetzung erscheint. Die Serie läuft seit einem Jahr, die Romane erscheinen seit 1996. Entwickler Cyanide nahm sich sieben Jahre Zeit für Game of Thrones.

Trotz dieser langen Entwicklungszeit verliert ihr nie das Gefühl, dass sich die Entwickler an einem schlechten Fußballspiel orientiert haben. Soll heißen: Auch nach 10 oder 15 Jahren wäre wohl kein besseres Ergebnis herausgekommen.

Der Kern des Action-Rollenspiels ist die fesselnde Handlung im Stile der Bücher. Hier ein Spannungsbogen, dort eine offene Überleitung und viele Höhe- und Wendepunkte. Kein Wunder, denn Autor George R. R. Martin überwachte die Arbeiten am Drehbuch.

Um Anhänger der Serie und Neulinge gleichermaßen zu befriedigen, handelt es sich um eine neu erfundene Auskopplung der Romanhandlung. Für jeden verständlich und dank zweier Hauptcharaktere sehr abwechslungsreich.

Euer Handeln bestimmt den Ausgang des Spiels

Wie in Der Herr der Ringe - Der Krieg im Norden spielt ihr zwei Hauptfiguren, die weder in der Serie noch in den Büchern vorkommen. Mors Westford, ein ärmliches Mitglied der Nachtwache, schiebt vor einer großen Mauer Wache. Das ändert sich, als er einen ominösen Brief erhält.

In den Dialogen könnt ihr zwischen vorgefertigten Antworten wählen und den Spielverlauf beeinflussen.In den Dialogen könnt ihr zwischen vorgefertigten Antworten wählen und den Spielverlauf beeinflussen.

Alester Sarwyck ist ein roter Priester, der vor 15 Jahren ins Exil ging und wegen seines Vaters Tod zurückkehrt. Ein ungeklärtes Schicksal verbindet die beiden Männer: Im Laufe des Spiels überschneiden sich ihre Wege mehrfach, bis ihr schlussendlich eines der vier möglichen Enden seht.

Bevor ihr aktiv ins Geschehen eingreift, durchlauft ihr einen Hindernislauf aus wählbaren Klassen, bis ins kleinste Detail ausbaubaren Fähigkeiten und vielen langen Texten. Das Ganze fühlt sich eher nach Arbeit als nach Spaß an und bietet keinerlei Action.

Positiv ist, dass ihr in den Dialogen der Zwischensequenzen an vielen Stellen selbst entscheiden könnt, wie ihr antworten wollt - inklusive Einfluss auf den Spielverlauf.

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